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Wenn für den Hutball noch was fehlt

In einer Woche lädt das Parkhotel zum Tanzen ein. Jacqueline Peevski hilft denen, die noch oben ohne sind.

© Sven Ellger

Von Julia Vollmer

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Weißer Hirsch. Einmal so aussehen wie die große Filmdiva Marlene Dietrich. Das ist in diesem Jahr besonders angesagt. Auf dem Kopf trägt frau den Zwanziger-Jahre-Look – kleine Pralinchen, das sind niedliche Hütchen mit Federn oder Netzstoff.

Kommende Woche lädt das Parkhotel Weißer Hirsch wieder ein zum Hutball am Freitag und am Samstag zur gleichnamigen Party. Ein Accessoire ist dabei Pflicht: der Hut. Ohne den gibt es an der Einlasskontrolle kein Vorbeikommen. Wer noch eine Kopfbedeckung braucht, ist bei Jacqueline Peevski in ihrem Atelier auf der Bautzner Straße genau richtig. „Ich baue Hüte selbst und verkaufe auch fertige Mützen“, erzählt sie. Aber auch wer lieber einen Panama-Hut aus Stroh oder ein wagenradgroßes Exemplar haben möchte, wird im Atelier der 56-Jährigen fündig. Nur eines mag sie gar nicht: Motto-Hüte mit Kreationen á la Kölner Faschingwagen. „Es heißt nicht Hüte machen, sondern bauen. Denn es ist ein kreativer Prozess“, betont die diplomierte Kostümbildnerin.

Die Zeit, die sie für das Bauen ihrer Hutkreationen braucht, variiert von fünf bis zwanzig Stunden, je nach Modell und Material. Zwischen 90 und 200 Euro kosten die Hüte. Sie studierte an der Dresdner Kunsthochschule, arbeitete jahrelang an verschiedenen Theatern. Während eines Paris-Aufenthaltes wohnte sie zur Untermiete bei einer Hutmacherin. „Da war es um mich geschehen und ich wollte das auch machen.“ Wieder zurück in Dresden eröffnete sie in Dresden ihr Atelier. Auch, um sich besser um ihre Tochter kümmern zu können. Das ging mit den regelmäßigen Zeiten im Geschäft besser als mit dem Probenalltag am Theater.

Jetzt, da die Tochter groß ist, träumt sie davon, wieder mal am Theater zu arbeiten. Doch nach dem Ende der Hutballsaison steht erstmal schon die nächste bevor. Der Hochzeitsmarathon im Frühling und Sommer. Denn: „Der Hut kommt zurück. Sowohl bei den Bräuten als auch bei den Gästen“, erzählt Jaqueline Peevski. Ob klein, groß, mit Blüten oder Tüll – Hauptsache, es passt zum Kleid. Vor allem die Brautmütter würden sich jetzt öfter für eine Kopfbedeckung entscheiden. „Eine Hochzeit ist schließlich was Besonderes, da soll es das Outfit auch sein.“

Restkarten für den Hutball am 16. März gibt es an der Konzertkasse für 53 Euro pro Ticket. Die Party am 17.3. ist ausverkauft.