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Wenn die Kaffeemaschine Schrott wird

In den Müll gehört sie nicht, die Fahrt zur Annahmestelle ist weit – jetzt arbeiten Entsorger an Alternativen.

© Norbert Millauer

Von Heike Sabel

Eine Kaffeemaschine hat in manchem Haushalt mehr zu tun als eine Waschmaschine. Und so geht sie auch öfter kaputt. In der Regel lohnt sich keine Reparatur. Also weg damit – und zum Beispiel auf den Weihnachtsmann hoffen. Aber wenn der eine neue bringt, wohin dann mit der alten Maschine? Das fragt sich auch die Pirnaerin Petra Flügel. „Das Wertstoffmobil nimmt die Maschine nicht mit, und Sperrmüll ist sie ja auch nicht, also muss man die Maschine zur Deponie nach Cotta schaffen“, sagt sie. Was rät der Zweckverband Abfallwirtschaft Oberes Elbtal?

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Rücknahme von kleinen

Elektrogeräten wird geprüft

Grundsätzlich sind für die Rücknahme der Handel und der Hersteller zuständig. Man sollte also auf jeden Fall zunächst dort anfragen, rät der Verband. Der nimmt derzeit nur auf der Umladestation Kleincotta mit dem Kleinanliefererbereich Elektroaltgeräte an. Wer nicht nur die Kaffeemaschine loswerden will, sondern beispielsweise auch gleich noch einen Fernseher oder Sperrmüll, bei dem wird alles über die Bestellkarte aus dem Abfallkalender kostenlos abgeholt. Weil kleine Geräte nun mal öfters entsorgt werden als eben Fernseher und Keller und Boden auch nicht endlos Sperrmüll hergeben, prüft der Zweckverband jetzt, wie Elektrokleingeräte zurückgenommen werden können. Neben der Möglichkeit, sie mit der Bestellkarte als Haushaltschrott abholen zu lassen, gibt es in Deutschland unterschiedliche Möglichkeiten. Eine ist die Wertstofftonne, eine andere sind Boxen, die an zentralen Plätzen aufgestellt werden. Ein Problem bei allen Modellen sei der Diebstahl. Man müsse also die Tonne und den verwertbaren Inhalt gegen Diebstahl schützen. Außerdem sollte das Entsorgungsmodell kostengünstig sein und sich wirtschaftlich tragen, sagt Verbandsgeschäftsführer Raimund Otteni. Wann ein neues Modell zur Entsorgung von Elektrokleingeräten in Kraft tritt, ist noch offen. Dafür gibt es bereits mit Beginn des neuen Jahres einige Änderungen.

Sperrmüll kann künftig auch auf Wertstoffhöfen abgegeben werden

Sperrmüll kann ab nächstem Jahr auf eine der Bestellkarten aus dem aktuellen Abfallkalender auf allen Wertstoffhöfen abgegeben werden. Bisher war dies nur auf den Umladestationen des Verbandes und auf den Wertstoffhöfen in Gröbern und Neustadt möglich.

Haushaltsschrott wird

auch zu Hause abgeholt

Haushaltsschrott muss nicht mehr zu den Stationen oder Höfen gebracht werden. Künftig wird auch er auf Bestellkarte zu Hause abgeholt. Zu Haushaltsschrott zählen unter anderem defekte Geräte wie Pfannen, Kuchenbleche, auch mechanisches Spielzeug, aber eben nichts, was einen Stecker hat, also auch keine Kaffeemaschinen.

Wertstoffhöfe und Umladestationen erweitern Öffnungszeiten

Die Termine der Schadstoffsammlung sind ausgeweitet worden. So wird es Annahmezeiten an einigen Sonnabenden, etwa vier bis sechs pro Jahr auf den Wertstoffhöfen und Umladestationen geben. Die jährlichen zwei Sammlungen, bei denen das Schadstoffmobil in verschiedenen Kommunen Station macht, sind weiterhin geplant. Dabei werden kostenlos zum Beispiel Farb-, Lack- und Lösemittelreste, nicht komplett leere Spraydosen und Haushaltsreiniger bis zu 30 Liter beziehungsweise 25 Kilogramm angenommen. Die Termine stehen im Abfallkalender, den in diesen Tagen alle Haushalte im Landkreis erhalten.