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Wer bezahlt diese Straßenschäden?

Durch Umleitungen haben die Straßen durch Steina und nach Wallbach gelitten. Die Reparatur wird unterschiedlich geregelt.

Die Schäden an der Straße in Richtung Wallbach werden nun doch durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) reguliert. Ein Zeitpunkt steht dafür aber noch nicht fest.
Die Schäden an der Straße in Richtung Wallbach werden nun doch durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) reguliert. Ein Zeitpunkt steht dafür aber noch nicht fest. © Dietmar Thomas

Hartha. Auch wenn die Bundesstraße 175 bei Hartha wieder durchgängig befahrbar ist, sind noch nicht alle Probleme gelöst. Bei der jüngsten Sitzung des Harthaer Stadtrates gab es dazu einige Anfragen.

Der Steinaer Ortschaftsrat Harry Goldammer fragte nach den Plänen für die Dorfstraße. „Durch die Sanierung des Teilstücks auf der B 175 sind deutlich mehr Autos durch Steina gefahren als sonst. Die Dorfstraße war vorher schon nicht in einem guten Zustand. Was ist angedacht, um die Straße wieder instandzusetzen?“, so Goldammer. 

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Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) entgegnete: „Es gibt Verkehrsschauen vor und nach Umleitungen. Zudem prüft der Bauhof jedes Jahr den Zustand der Straßen. Es gibt eine Prioritätenliste, die aktualisiert wird.“ Bauamtsleiter Ronald Fischer ergänzte: „Die Probleme, die durch die Umleitung entstanden sind, werden durch den Bauhof angegangen. Es sollen die Randbereiche instandgesetzt werden, damit es im Begegnungsverkehr keine Probleme gibt.“

Den ehemaligen Stadtrat Christian Köhler bewegte die Frage der Kosten. Es habe eine ganze Menge Baustellen in Hartha gegeben und damit offizielle und nichtoffizielle Umleitungen. „Was passiert mit den Schäden an offiziellen Umleitungen? Da wurde gesagt, dass die Stadt nicht dafür aufkommen muss. Ich hoffe, das ist auch noch so“, sagte Köhler. 

Doch viel interessanter sei für ihn, wer für die Schäden auf den nichtoffiziellen Strecken aufkomme. „Selbst wenn der Bauhof dies jetzt in Ordnung bringt, müssen die Kosten gedeckt werden.“ Köhler sprach explizit die Wallbacher Straße an. Deren Zustand sei eine Katastrophe.

Bauamtsleiter Fischer konnte in dieser Hinsicht positive Nachrichten überbringen. „Seitens des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr hat man sich mit der Anerkennung als Umleitungsstrecke etwas schwergetan. Mittlerweile ist die Wallbacher Straße aber als offizielle Umleitung anerkannt. Es wird am 26. August eine Begehung stattfinden“, so Fischer. 

Dabei werden die Schäden aufgenommen und die Kosten ermittelt und die werden dann durch das Landesamt übernommen. „Es wird aber noch eine Weile dauern. Ich bitte deshalb Anwohner und Kraftfahrer um Verständnis“, fügte Fischer an.

Die Kosten für die Reparatur der Straßen, die wie Steina nichtoffizielle Umleitungsstrecken sind, gehen zulasten der Stadt. Das Geld dafür könne nur aus den Mitteln zur Straßenunterhaltung genommen werden. Eventuell müssen dafür andere Maßnahmen verschoben werden. 

Die Umleitungsstrecken werden für Lkw mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen ausgeschildert. Dies gilt aber nicht für den Individualverkehr. Die Autofahrer dürfen sich den Weg suchen und nehmen naturgemäß die kürzeste Verbindung. „Aber das ist halt nicht offiziell und deshalb haben wir keinen Anspruch, dass für die Instandsetzung Gelder fließen“, so Fischer.

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