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Wer Karpfen will, muss reisen

Kreba-Fisch kommt nicht nach Görlitz auf den Markt auf der Elisabethstraße. Aber die Chance auf den frischen Oster-Fisch gibt es noch.

Abfischen in Kreba: So sah es in den vergangenen Jahren aus. 2020 kommt kein Karpfenverkäufer nach Görlitz.
Abfischen in Kreba: So sah es in den vergangenen Jahren aus. 2020 kommt kein Karpfenverkäufer nach Görlitz. © Archiv/Jost Schmidtchen

Nein, sie kommen nicht. Die Kreba-Fisch GmbH wird vor Ostern nicht in Görlitz auf den Markt auf der Elisabethstraße kommen. Kein frischer Karpfen aus dem Norden des Kreises in der Kreisstadt. Der Grund ist einfach: Das Unternehmen kann, so ergab es eine SZ-Nachfrage, einfach nicht die hygienischen Erfordernisse einhalten. "Wir haben nur einen Mitarbeiter, der sich um den Verkauf kümmern müsste. Dann noch die strengen Hygieneauflagen? Das geht einfach nicht", hieß es gestern vom Unternehmen in Kreba. 

Völlig verständlich. Deshalb hat sich die Firma vom Wochenmarkt in Görlitz abgekoppelt. Die Fisch GmbH vermarktet ihre Produkte hauptsächlich im Groß- und Einzelhandel. Vor allem der Handel auf den regionalen Märkten in Görlitz und Dresden spielt normalerweise eine große Rolle zwischen September und April. Aber eben nicht in diesem Jahr.

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Hofladen bleibt für Fisch-Fans offen

In den Kreba-Teichen wachsen vor allem Karpfen aber auch Schleie, Hechte, Welse und Graskarpfen zu Speisefischen heran. Die Karpfenteichwirtschaft hat in der Lausitz eine  sehr lange Tradition. Die ersten urkundlichen Erwähnungen stammen bereits aus dem 13. Jahrhundert. "Besonderen Wert legen wir auf eine naturnahe Bewirtschaftung der Teiche in Einklang mit den Vorgaben des Naturschutzes", heißt es vom Unternehmen.

Müssen Fisch-Fans zu Ostern in diesem Jahr in Corona-Zeiten in Görlitz und anderswo im Landkreis auf den Karpfen verzichten? Nein, keinesfalls. Denn der Hofladen in Sproitz ist geöffnet.  Wer Ostern frischen Fisch möchte, muss eben reisen. Ist das ein triftiger Grund laut Ausnahmeregelung? Zumindest der Einkauf von Lebensmitteln ist damit  sicherlich gerechtfertigt. Und Fisch gehört auf jeden Fall dazu. 

Auch bei Armin Kittner geht es in Corona-Zeiten weiter. Die gleichnamige Teichwirtschaft in Petershain hat ihren Hofladen geöffnet. "Natürlich sind wir für unsere Kunden zu Ostern da", sagt der Chef. Gerade in diesen Zeiten legt er Wert darauf, den Kontakt zu den Stamm- und anderen Kunden zu halten. 

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