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Zittau

Wer sind die Krawallmacher vom Salzhaus?

Schüler der Zittauer Oberschulen sollen für den Ärger mitverantwortlich sein, sagen Händler und Mitarbeiter. Die SZ ist dem Vorwurf nachgegangen.

Meist treffen sich sechs bis sieben, manchmal auch bis zu 20 Jugendliche im Salzhaus. Einige von ihnen sorgen immer wieder für Ärger.
Meist treffen sich sechs bis sieben, manchmal auch bis zu 20 Jugendliche im Salzhaus. Einige von ihnen sorgen immer wieder für Ärger. ©  Matthias Weber

Wer sind die Jugendlichen, die im Zittauer Salzhaus für Ärger sorgen? Diese Frage stellte sich von Anfang an. Zuerst hieß es, dass Schüler der nahen Parkschule beteiligt seien. Schulleiter Werner Dietzschkau nahm sich sofort der Sache an. Vor Ort traf er aber keine Parkschüler an, wie er der SZ erklärt. Nachdem er mit weiteren Schülern gesprochen habe, war klar, dass sich einige manchmal im Salzhaus aufhalten, dass sie aber nicht zu den Pöblern und Krawallmachern gehören. 

Häufig anwesend seien laut ihrer Aussage Schüler der Schliebenschule. Schulleiterin Veronika Kushmann kann sich nicht wirklich vorstellen, dass ihre Schüler für den Ärger im Salzhaus mitverantwortlich sind. Dennoch will sie das Thema im Schülerrat ansprechen. "Wenn jemand von uns dabei ist, werden wir mit ihm ins Gespräch kommen und ihm sagen, dass er die Regeln einhalten soll", sagt Frau Kushmann.

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Die Möglichkeit, sich nach Unterrichtsschluss in der Schliebenschule aufzuhalten, gebe es. Die Schüler können unter anderem Kicker spielen oder Musik hören. Im Sommer biete sich das Außengelände an, um zum Beispiel zu kicken oder Schach zu spielen. Seit Januar gibt es auch einen Schulassistenten an der Schliebenschule, der die Schüler am Nachmittag betreut, berichtet Frau Kushmann. Der Freistaat fördert diese Stelle.

Außerdem können die Schliebenschüler an den Ganztagsangeboten teilnehmen, die seit Jahren angeboten werden, erklärt die Schulleiterin. Von der Schliebenschule müsse also niemand im Salzhaus abhängen und dort für Ärger sorgen, meint Frau Kushmann.

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