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Wer soll in den Landtag einziehen?

Am 1. September sind 254.000 Mittelsachsen an die Wahlurnen gerufen. Wir erklären, wie die Wahl funktioniert.

Am 1. September sind die Mittelsachsen an die Wahlurnen gerufen. Ein neuer Landtag wird gewählt.
Am 1. September sind die Mittelsachsen an die Wahlurnen gerufen. Ein neuer Landtag wird gewählt. © : Dietmar Thomas

Region Döbeln. Am 1. September wird ein neuer Landtag in Sachsen gewählt. Das neue Gremium wird die Geschicke des Freistaates in den kommenden fünf Jahren leiten. Wie wird das Parlament zusammen gesetzt? Wie viele Stimmen habe ich als Wähler? Und welches Gewicht hat meine Wahl eigentlich? Wir geben Antworten zu einigen wichtigen Fragen.

Welche Bürgerinnen und Bürger sind am 1. September wahlberechtigt?

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Alle Deutschen im Sinne des Art. 116 Grundgesetz sind wahlberechtigt, wenn sie am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet, seit mindestens drei Monaten ihre Hauptwohnung im Freistaat Sachsen haben und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Insgesamt sind rund 254.000 Mittelsachsen wahlberechtigt.

Wie erfolgt bei der Landtagswahl die Stimmabgabe?

Jeder Wähler hat zwei Stimmen, eine Direktstimme und eine Listenstimme. Mit der Direktstimme kann sich der Wähler für einen Direktkandidaten entscheiden (Kandidaten siehe Fotoleiste unten). Aus jedem Wahlkreis zieht nur der Direktkandidat oder die -kandidatin mit den meisten Stimmen in den Landtag ein. 

Mit der Listenstimme wählen die Bürger eine Partei. Für den Einzug ins Parlament braucht eine Partei mindestens fünf Prozent aller abgegebenen gültigen Stimmen. Entsprechend dem prozentualen Ergebnis ziehen dann die Kandidaten ein, die der Reihenfolge nach auf der Liste der Partei stehen.

Was ist beim Wahlgang zu beachten?

Die jeweilige Stimmabgabe ist nur in dem Wahlbezirk möglich, in dem der Betreffende im Wählerverzeichnis eingetragen ist. Es besteht aber in Ausnahmefällen die Möglichkeit, in einem anderen Wahllokal innerhalb des jeweiligen Wahlkreises wählen zu gehen, wenn im Vorfeld ein Wahlschein beantragt wurde.

 Bei der eigentlichen Stimmabgabe ist es wichtig, einen amtlichen Stimmzettel und die Wahlkabine zu benutzen und den Stimmzettel eindeutig zu kennzeichnen (zum Beispiel durch Ankreuzen). Außerdem sollte der Stimmzettel, so gefaltet werden, dass die Kennzeichnung nicht sichtbar ist.

Wie verhält man sich, wenn man keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat?

Dann sollten sich die Betroffenen an die Gemeindeverwaltung ihres Wohnortes wenden. Die Wahllokale in Mittelsachsen haben am 1. September von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wem es am 1. September nicht möglich ist, persönlich zur Wahl zu gehen, hat die Möglichkeit, per Briefwahl seine Stimme abzugeben.

Wie funktioniert die Briefwahl?

Mit Hilfe der Wahlbenachrichtigungskarte können die Unterlagen bei der Stadt/Gemeinde beantragt werden. Die Wahlbenachrichtigungskarten werden den Wahlberechtigten bis spätestens 11. August übersandt. Die Erteilung eines Wahlscheines kann schriftlich oder mündlich bei der Gemeinde beantragt werden. 

 Die Schriftform gilt auch durch Email oder sonstige dokumentierbare elektronische Übermittlung als gewahrt. Eine telefonische Antragstellung ist unzulässig. Wer die Briefwahlunterlagen persönlich bei der Stadt/Gemeinde beantragt, hat die Möglichkeit, vor Ort zu wählen. Bezüglich der Barrierefreiheit von Wahllokalen geben die Kommunen den Wählern gern Auskunft.

Muss ich die Karte am 1. September unbedingt dabei haben?

Nein, es ist zwar immer besser, die Wahlbenachrichtigung bei sich zu haben, es reicht aber auch, zur Stimmabgabe den Personalausweis oder den Reisepass vorzulegen. Wer die Karte verliert und nicht genau weiß, wo sein Wahllokal ist, kann bei der jeweiligen Kommune nachfragen.

Wie ist der Landkreis für die bevorstehende Wahl aufgestellt?

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Im Landkreis Mittelsachsen gibt es fünf Wahlkreise, je zwei in Gebieten der Altlandkreise Freiberg und Mittweida, einer im Gebiet des Altkreises Döbeln. Diese fünf sind in rund 400 Wahlbezirke aufgeteilt. Etwa 2.500 ehrenamtliche Wahlhelfer werden am 1. September im Einsatz sein.

Direktkandidaten für den Wahlkreis 21 – Altkreis Döbeln

Dr. Rudolf Lehle
(CDU).
Dr. Rudolf Lehle (CDU). © Thomas Kube
Marika Tändler-Walenta (Die Linke).
Marika Tändler-Walenta (Die Linke). © Dietmar Thomas
Henning Homann (SPD).
Henning Homann (SPD). © Dietmar Thomas
Lars Kuppi
(AfD).
Lars Kuppi (AfD). © Christian Essler
Constanze Cyrnik (FDP).
Constanze Cyrnik (FDP). © Dietmar Thomas
Maria-Christin Anderfuhren (B90/Grüne).
Maria-Christin Anderfuhren (B90/Grüne). © Gerhard Schlechte
Sven Weißflog
(Freie Wähler).
Sven Weißflog (Freie Wähler). © Dietmar Thomas

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