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Wer traut sich am 12.12.12?

36 Paare haben sich in diesem Jahr in Roßweindas Ja-Wort gegeben. Nächstes Jahr lockt dafür ein besonderes Datum.

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Von Reinhard Kästner

Eigentlich hatte Standesbeamtin Petra Braune für den 11.11.11 einen Ansturm von Heiratswilligen erwartet. „Es gab zwei Anmeldungen, die am Ende jedoch nicht an diesem Tag geheiratet haben“, sagt sie. Ob es im kommenden Jahr am 12.12.12 anders sein wird? „Zumindest die Ehemänner hätten dann eine gute Eselsbrücke, um ihren Hochzeitstag nicht zu vergessen“, meint Petra Braune.

Die ersten Hochzeiten sind im kommenden März geplant und angemeldet. „Es gibt eigentlich keinen ausgesprochenen Hochzeitsmonat. In diesem Jahr haben sich im August zehn Paare getraut, soviel wie in keinem anderen Monat“, sagt die Standesbeamtin. Das könne aber im kommenden Jahr wieder anders sein.

In der Stadtverwaltung haben drei Mitarbeiterinnen die Qualifikation als Standesbeamtin. „Damit können wir uns gut vertreten und von Montag bis Sonnabend Trauungen anbieten“, sagt Braune. Gerade der Sonnabend sei beliebt. Da schließe sie auch schon öfter am Nachmittag Ehen. Neben der Trauung im Eheschließungszimmer und bei großen Gesellschaften im großen Ratssaal ist die Zeremonie auch im Gewölbekeller des Heimatmuseums möglich.

Wie Petra Braune berichtet, gehört jetzt auch die sogenannte Nachbeurkundung von Eheschließungen im Ausland zu ihren Aufgaben. Das sei vor allem wichtig, wenn es später um die Beantragung von Eltern- und Kindergeld gehe. Zudem stellt sie auch Ehefähigkeitszeugnisse aus, wenn jemand im Ausland heiraten will. Das setzt ein umfangreiches Prüfverfahren voraus. Nimmt man die Beurkundung von Sterbefällen hinzu, die von Jahr zu Jahr mehr werden, dann hat die Standesbeamtin viel zu tun. „Manche denken, wir halten bloß ein, zwei schöne Reden während der Hochzeiten und das wars. Da haben sie sich geirrt“, meint Petra Braune.