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Wer tut was für eine barrierefreiere Kamenzer Altstadt?

Wer in der Lessingstadt auf einen Rollstuhl angewiesen ist, hat es oft sehr schwer. Probleme sollten genauer lokalisiert werden, so die Stadtverwaltung.

© René Plaul

Von Frank Oehl

SZ-Leser Hans-Dieter Müller aus Kamenz wohnt an der Pulsnitzer Straße. Hier beklagt er nicht nur die „unkontrollierte und lärmende Raserei“, sondern auch die fehlende Barrierefreiheit in der Altstadt. „Meine Frau sitzt seit Kurzem im Rollstuhl, und es ist einfach unmöglich, auch nur ungefährdet und ohne Kraftakte zum Roten Turm zu kommen, geschweige denn ins Stadtzentrum.“ Außerdem seien einige Wege auf der Hutbergseite, zum Beispiel vom Bahnübergang zum Springbrunnen völlig zugewuchert. Auch dies sei ein zusätzliches Handicap, so der Leser. Rathaus-Pressesprecher Thomas Käppler: „Uns liegt die Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen sehr am Herzen.“ Bei Investitionen im Straßenbereich werde diese Aufgabe auch immer berücksichtigt. „Nachvollziehbar ist aber sicher auch, dass beispielsweise das Absenken von Bordsteinkanten nicht überall und sofort erfolgen kann.“ Insofern sollte sich der Leser im Rathaus unter der Tel. 379 227 melden, um das Problem genauer zu lokalisieren. Das Freischneiden des zugewachsenen Weges vom Bahnübergang Stiftstraße zum Springbrunnen der Schillerparkanlage sowie im Bereich der Schillerparkanlage zum Malzhaus wurde bereits vor der Leseranfrage beauftragt. „Zurzeit ist unser Dienstleister, die KDK, mit aller Kraft beim Rasenmähen.“ Das Ausschneiden des konkret angesprochenen Weges werde in der nächsten Baumpflegetour, voraussichtlich in den nächsten zwei Wochen, mit erledigt.

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Reiner Hermann, der viel „Enkeldienst“ z.B.. im Forst in Kamenz übernimmt, weist auf große Unordnung am Zuweg zum Forstfestgelände von der Weißmantelstraße aus hin. „In der Nähe des Heimes St. Monika unterquert ein Rohr den Weg als Übergang in einen Graben. Dort sind die Rasengitterplatten inzwischen völlig hinüber, was andere Leute offenbar zum Müllablagern anhält.“ Der ganze Anblick sei hässlich und damit wenig forstfestfreundlich. Dies habe sich, so Käppler, bei einer Vor-Ort-Begehung bestätigt. „Die Stadtverwaltung wird sich der Sache annehmen und Änderungen herbeiführen.“ Entweder die Rassengitterplatten würden, weil funktionslos, beseitigt oder bei Bedarf wieder befestigt. „Dies wird nicht erst kurz vor dem Forstfest geschehen, aber forstfestfreundlich wird der Zustand auf alle Fälle wieder werden“, so der Pressesprecher.

Christoph Rißka aus Bernbruch beklagt den Zustand der Gartenanlage in Dorfanger-Nähe. Viele Gärten seien unansehnlich, manche regelrecht vermüllt. „Kümmert sich niemand darum?“ Doch, so der Rathaussprecher. Die Flurstücke gehören der Stadt Kamenz, die sie an den Territorialverband Kamenz der Kleingärtner verpachtet hat. Er habe dafür Sorge zu tragen, dass die Gartenordnung eingehalten wird. Die Anfrage wurde an den Verband weitergeleitet mit der Bitte, bis Anfang Juli Ordnung in der Kleingartenanlage herzustellen. „Darüber hinaus wird sich die Stadtverwaltung mit dem Geschäftsführer in Verbindung setzen, um sich vor Ort von den Zuständen eine Meinung zu bilden.“ Selbstverständlich informiere man auch den Ortsvorsteher von Bernbruch, so Käppler.