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Sebnitz

Wer vermüllt die Wälder um Hohnstein?

Bunte Herbstabfälle aus dem Garten sind noch fast harmlos. Eine Anwohnerin stößt aber auf etwas sehr Unappetitliches.

Alte Äpfel und in Tüten verpackter Müll sind noch harmlos. In Ulbersdorf wurden sogar Schlachtabfälle gefunden.
Alte Äpfel und in Tüten verpackter Müll sind noch harmlos. In Ulbersdorf wurden sogar Schlachtabfälle gefunden. ©  privat

Waldparkplätze in Straßennähe waren bislang die perfekten Ziele von Müllsündern rund um Hohnsteins Wälder. So wurde unter anderem auf dem Parkplatz in Lohsdorf am Eingang zum Schwarzbachtal schon einmal ein kompletter Hausrat abgelagert. Nachdem einige Zeit Ruhe war, gibt es jetzt wieder neue Hinweise auf illegale Müllentsorgung.

Die entgehen aufmerksamen Menschen nicht, wie zum Beispiel Frank Röllig vom Hegering Oberes Sebnitztal und Ortschaftratsmitglied von Ulbersdorf. Er hatte in den letzten vier Wochen selbst einiges an Müll entdeckt beziehungsweise wurde er von Bewohnern darüber informiert. Angefangen hat alles mit einem großen Haufen „bunter“ Herbstabfälle aus dem heimischen Garten, einfach abgelagert am Radweg zwischen Krumhermsdorf und Ulbersdorf. Es sei nicht nur ein unschöner Anblick, sagt er. Er denkt auch an den kommenden Frühling, wenn die Samen aus den Gartenabfällen sprießen und dann Pflanzen hervor bringen, die nicht in die Natur gehören und den natürlichen Lebensraum anderer Pflanzen zerstören würden.

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Aber es geht noch schlimmer. Eine Frau hatte sich bei ihm gemeldet, die an der alten Ziegenrückenbrücke, direkt an der Sebnitzer Straße, Schlachtabfälle festgestellt hatte. Als Frank Röllig vor Ort ankam, bemerkte er, dass offenbar nicht nur einmal tierische Reste dort abgelegt wurden. Er fand einige Haufen mit unterschiedlichen Verwesungsgraden vor.

Deshalb zieht er auch den Schluss, dass hier mehrmals Schlachtabfälle entsorgt wurden. Und damit war dann wohl auch bei ihm der Gipfel der Empörung erreicht. Er informierte die Polizei, die dann auch vor Ort war und das Ganze zu Protokoll gebracht hat.

Letztlich kam nur eine Anzeige gegen unbekannt heraus. Die Schlachtabfälle mussten dann mit dem Radlader entsorgt werden. Damit nicht genug. Die nächste Entdeckung ließ nicht lange auf sich warten. Nur wenige Tage später stellte er an der Auffahrt zum Ziegenrücken einen großen Haufen mit Kaninchenmist fest. Anstatt diesen auf das Feld zu karren, wurde er mitten auf den Weg gekippt. „Ein prima Aushängeschild für unseren Ort bei Wanderern und Touristen“, sagt er. Auch hier konnte der Verursacher nicht festgestellt werden.

Etwas leichter dürfte das wohl bei der letzten Entdeckung sein. Am Abend des 2. Oktober trafen sich auf den Feldflächen am Ziegenrücken offenbar „Motorsportfreunde“, die über die Wiesen und Felder düsten. Nicht zum ersten Mal wurden die Flächen verwüstet. Dieses Mal wurde aber offenbar auch eine Pferdekoppel zerstört. Zurück blieben abgefahrene Autoteile, Radkappen und Ähnliches.

An dem aktuellen Fall arbeitet derzeit die Polizei. Offenbar gab es Spuren zu den Verursachern. Ermittlungsergebnisse liegen aber noch nicht vor. Frank Röllig bittet nun darum, dass die Bürger auch weiter mit offenen Augen durch die Landschaft gehen.


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