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Wer will ins Jugendparlament?

Die jungen Elstraer sollen und wollen mitreden. Dazu gab’s schon Foren und Planspiele. Stadt und Jugendarbeit wollen einen Schritt weiter gehen.

© Matthias Schumann

Elstra. Schon vor rund vier Jahren wollten die Stadt Elstra und das Netzwerk für Kinder- und Jugendarbeit wissen, wie sich junge Leute in Elstra und den Ortsteilen ihre Stadt lebenswerter vorstellen, was ihnen fehlt und was sie selber dafür tun könnten.

Ausgangspunkt war ein Jugendforum, bei dem Ideen und Wünsche zusammengetragen wurden. Am Ende stand fest, sie hätten gerne einen Radweg von Rauschwitz nach Elstra und einen Jugendclub in der Stadt. Die Wünsche mündeten in Aktionen der jungen Leute. Sie organisierten beispielsweise eine historische Radtour und eine Unterschriftensammlung für den Radlerweg Richtung Burkau. Und auch der Elstraer Jugendclub steht kurz vor seiner Gründung. Außerdem entstand daraus das praktische Projekt „Stadtrat für einen Tag“, bei dem Neuntklässler mit Lokalpolitikern und Verwaltungsmitarbeitern diskutieren, in die Rollen von Stadträten schlüpfen und demokratische Entscheidungsfindung in Diskussionen über eingereichte Anträge ganz praktisch erleben. Die Elstraer Oberschule ist dabei Partner.

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Nun soll die Elstraer Jugend noch mehr Gestaltungsspielraum erhalten. Deshalb werden junge Leute gesucht, die sich über die weiterhin stattfindenden Planspiele hinaus mit Jugendthemen in der Stadt auseinandersetzen wollen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Schüler, Auszubildende oder Studenten handelt, die ihren Wohnsitz in Elstra haben, oder um junge Erwachsene, die schon in Arbeit sind oder nicht mehr in der Region leben, aber trotzdem etwas für die Heimat bewegen wollen.

Nächstes Treffen im Februar

Ein erstes – sehr gut besuchtes – Treffen gab es am Dienstag, das nächste findet am 23. Februar 18 Uhr im Sportlertreff Elstra statt. Daraus könnte eine Art Jugendparlament entstehen, hofft Christoph Semper vom Netzwerk für Kinder- und Jugendarbeit, der das Ganze fachlich begleitet. „Wir wollen Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich selbst zu organisieren.“ Die Jugendgruppe könne eigene Projektideen entwickeln und – wie in den Vorjahren bereits üblich – eine Förderung für Kinder- und Jugendvorhaben ausschreiben.

Im Sommer soll die Gruppe dann über das von der Stadt bereitgestellte Geld entscheiden – nach demokratischen und selbst gewählten Kriterien, so Christoph Semper. Danach folgt die Umsetzung der Projekte, wobei diese bei Bedarf von Stadt und Netzwerk unterstützt werden. Jeder, der bereits Ideen hat, neue entwickeln oder sich einfach nur bei der Vergabe von Fördergeldern ausprobieren möchte, ist willkommen. Den Initiatoren ist es wichtig, alle Gruppen – also z. B. Junge Gemeinde, Sportvereine, Schule oder Jugendclubs – anzusprechen, um gegebenenfalls gemeinsame Aktionen zu planen und allen die Chance auf Mitbestimmung zu geben. (SZ)

Kontakt Christoph Semper, Telefon 0151 1210 5339.