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Wer wird neuer Bürgermeister in Panschwitz?

Der Ort braucht einen neuen Gemeindechef. Doch Kandidaten gibt’s noch nicht.

Von Manuela Reuß

Zur Kommunal- und Europawahl Ende Mai konnten die Panschwitz-Kuckauer schon einmal das Kreuzchen setzen trainieren. Am 31. August sind die Einwohner der sorbischen Gemeinde erneut aufgerufen, Kreuzchen zu machen. Nicht nur bei der Landtagswahl. Sondern auch für ein neues Gemeindeoberhaupt. Denn an diesem Tag wird in Panschwitz-Kuckau ein neuer Bürgermeister gewählt.

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Notwendig wurde die außerplanmäßige Neuwahl, weil der ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde Panschwitz-Kuckau Andreas Mickel (parteilos) hingeschmissen hatte. Im April schrieb der Panschwitz-Kuckauer einen Brief an Landrat Michael Harig. Darin bat er um die Genehmigung seines Rücktritts. Die Kreisbehörde gab dem Ansinnen statt und Andreas Mickel schied auf eigenen Wunsch mit Wirkung vom 1. Mai aus seinem Ehrenbeamten-Verhältnis auf Zeit aus. Vorübergehend leiten derzeit die beiden Stellvertreter Rudolf Fussy (CDU) und Stefan Rehde (Freie Sorbische Wählervereinigung) die Geschicke der Gemeinde. Spätestens zur ersten Sitzung des neu gewählten Gemeinderates müsste neu über die Stellvertreter-Frage entschieden werden. Denn Rudolf Fussy ist im neuen Gremium nicht mehr dabei.

Inzwischen wurde die Wahl des neuen Bürgermeisters im Amtsblatt öffentlich bekannt gemacht, erklärt Alfons Ryæer, Vorsitzender des Verwaltungsverbandes „Am Klosterwasser“. Seitdem können sich Bewerber für den Posten des Gemeindeoberhauptes bewerben. Laut Wahlgesetz können Parteien und Wählervereinigungen je einen Wahlvorschlag einreichen. Auch Einzelvertreter können sich auf die Kandidatenliste setzen lassen. Allerdings benötigen diese – anders als beispielsweise die Partei-Kandidaten – dafür 40 Unterstützungsunterschriften. Hat ein Einzelkandidat seinen Wahlvorschlag eingereicht, müssen seine jeweiligen Unterstützer für die Leistung ihrer Unterschrift ins Amt. Dabei darf jeder Wahlberechtigte sein Autogramm nur für einen Wahlvorschlag geben. Sollten sich also mehrere unabhängige Kandidaten als künftiger Bürgermeister bewerben, haben die Panschwitz-Kuckauer schon vorher die Qual der Wahl. Spätestens bis zum 4. August, 18 Uhr müssen die Vorschläge im Verwaltungsverband am Klosterwasser eingetroffen sein. Danach tagt der Gemeindewahlausschuss und entscheidet, ob die Wahlvorschläge zugelassen werden.

Bis jetzt gibt es noch keine Kandidaten. Allerdings ist für eine Bewerbung auch noch reichlich Zeit. Einfach wird die Aufgabe für den künftigen Gemeindechef aber keinesfalls. Es gilt, den in der Vergangenheit verursachten Investitionsstau aufzuholen. Und dies, obwohl sich die zweisprachige Gemeinde in Haushaltskonsolidierung befindet.