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Wer wird OB von Hoyerswerda?

In acht Wochen wird in der zweitgrößten Stadt des Kreises gewählt: Drei Männer und zwei Frauen bewerben sich um das Amt.

Rathaus Hoyerswerda: Hier zieht im Herbst ein neuer OB ein. Fünf Kandidatinnen und Kandidaten laufen sich warm.
Rathaus Hoyerswerda: Hier zieht im Herbst ein neuer OB ein. Fünf Kandidatinnen und Kandidaten laufen sich warm. © Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Wer wird neuer Oberbürgermeister von Hoyerswerda? Oder bekommt die zweitgrößte Stadt im Kreis künftig eine Oberbürgermeisterin? Diese Frage entscheidet sich in reichlich acht Wochen: Am 6. September bestimmen die Wähler, wer künftig an der Spitze der Stadtverwaltung steht. Gesucht wird ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin für Stefan Skora (CDU), der seit 2006 im Amt ist. Bereits im vergangenen Jahr hatte der 60-Jährige erklärt, dass er sich nicht um eine dritte Amtszeit bewirbt.

Seit dieser Woche ist nun auch endgültig klar, wer auf dem Wahlzettel stehen wird. Der Gemeindewahlausschuss bestätigte fünf Kandidaten: drei Männer und zwei Frauen.

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Für die CDU tritt Claudia Florian an. Die 55-Jährige ist seit 2009 Stadträtin in Hoyerswerda. Politische Erfahrung sammelte sie zudem als Leiterin des Landtagsbüros von CDU-Stadtverbands-Chef Frank Hirche. Dieser hatte sie auch für den OB-Posten vorgeschlagen. Mit Erfolg: Bei der CDU-internen Abstimmung setzte sich Claudia Florian im Juni klar gegen zwei Mitbewerber durch. Detail am Rande: Bei einem Wahlerfolg bliebe das Amt gewissermaßen in der Familie, denn sie ist die Cousine von Amtsinhaber Skora.

Für die CDU ist klar, sie will das Amt des OB auf gar keinen Fall aus der Hand geben. Denn Skora ist ihr einziger OB in den großen Städten des Landkreises. In Bautzen und Radeberg hat die SPD den Posten inne, die OBs von Kamenz und Bischofswerda sind parteilos.

Hoffnungen auf einen Wahlsieg machen sich allerdings auch andere: So stimmte bei der Landtagswahl 2019 jeder dritte Wähler in Hoyerswerda für die AfD. Die Rechts-Außen-Partei ist daher überzeugt: „Wir haben die berechtigte Chance, den nächsten OB in Hoyerswerda zu stellen.“ Kandidat der AfD ist Marco Gbureck. Der Unternehmer ist Jahrgang 1976. Er wurde 2009 für die CDU in den Stadtrat gewählt. Anfang 2018 wechselte er jedoch die Partei. Bei der Stadtratswahl 2019 erzielte er in Hoyerswerda das zweitbeste Ergebnis aller Kandidaten.

Zweite Frau im Bewerberfeld ist Dorit Baumeister. Die 57-Jährige arbeitet als Architektin und Citymanagerin, außerdem ist sie in der Kultur-Szene von Hoyerswerda aktiv. Sie ist parteilos, hat aber die Unterstützung von Linkspartei, Grünen und von der Wählervereinigung „Aktives Hoyerswerda“.

Vierter Bewerber ist ein alter Bekannter: Dirk Nasdala. Bereits 2013 hatte sich der Stadt- und Kreisrat der Freien Wähler als Oberbürgermeister beworben. Damals unterlag er im zweiten Wahlgang knapp gegen Stefan Skora. Nasdala – Jahrgang 1966 – ist Verwaltungsrechtler. Zur OB-Wahl tritt er allerdings nicht für die Freien Wähler an, sondern als Einzelbewerber.

Kandidat der SPD ist Torsten Ruban-Zeh. Der 57-Jährige kam im Jahr 2000 als Chef des Globus-Marktes nach Hoyerswerda. 2007 ging er für das Unternehmen nach Russland. Seit der Rückkehr 2011 führt er die örtliche Arbeiterwohlfahrt.

Termin für den ersten Wahlgang ist der 6. September. Falls es dann keinem der Kandidaten gelingt, mehr als 50 Prozent der Stimmen zu bekommen, wird am 20. September erneut gewählt. Dann genügt für einen Wahlsieg die einfache Mehrheit.

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