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Werdende Papas dürfen in den Kreißsaal

Nachdem die Helios-Klinik in Leisnig den Aufenthalt bei der Geburt verboten hatte, konnte nun eine neue Regelung gefunden werden.

Der Kreißsaal in der Leisniger Helios-Klinik war in den letzten zwei Wochen für Begleitpersonen der werdenden Mütter tabu. Nun gibt es eine neue Regelung.
Der Kreißsaal in der Leisniger Helios-Klinik war in den letzten zwei Wochen für Begleitpersonen der werdenden Mütter tabu. Nun gibt es eine neue Regelung. © Helios

Leisnig. Knapp zwei Wochen ist es her, dass Tim Gründler Vater einer Tochter geworden ist. Das Kind kam am 25. März im Helios-Krankenhaus Leisnig zur Welt. Normalerweise dürfen auch Papas bei der Geburt mit im Kreißsaal sein. Im Fall von Tim Gründler war das anders. Mit seiner Freundin kam er in die Klinik und wurde an der Anmeldung vom Personal abgewiesen. Auch der behandelnde Arzt, in den das Paar noch Hoffnung setzte, konnte an der Situation nichts ändern. 

Die Enttäuschung war bei beiden groß. Die Regelung, dass niemand außer der Mutter mehr in den Kreißsaal darf, wurde von einem auf den anderen Tag in der Helios-Klinik geändert. Klinik-Sprecherin Juliane Dylus erklärte, dass die Lage jeden Tag neu bewertet würde. "Die Entwicklung ist sehr dynamisch", sagte sie Ende März. 

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Nun, etwa zwei Wochen später, habe sich der Krisenstab der Helios-Klinik in Leisnig auf eine neue Regelung geeinigt. "Unter bestimmten Rahmenbedingungen können wir werdende Väter beziehungsweise eine Begleitperson zur Geburt nun zulassen", erklärte Dr. Yemenie Aschalew, Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe am Freitag. Unter die neue Regelung fallen verschiedene Voraussetzungen, die eingehalten werden müssten. 

Kurzfristige Änderungen bleiben möglich

Dazu zählt, dass sich die werdenden Eltern vor Ankunft in der Klinik – unter Telefon 034321/8300 – anmelden müssen, die Mutter nur von einer weiteren Person begleitet werden und diese keine Infektionssymptome aufweisen darf.Hinzu komme laut dem Chefarzt die Pflicht einen Mundschutz, einen Schutzkittel und Handschuhe zu tragen. Außerdem müsse die Begleitperson – so sie nach der Geburt nicht mit im Familienzimmer untergebracht ist - den Kreißsaal nach der Geburt wieder verlassen und sich an das Besuchsverbot der Klinik halten.

"Wir hoffen, dass das Team der Geburtshilfe mit diesem Entgegenkommen werdenden Eltern auch in den schwierigen Corona-Zeiten Sicherheit und Geborgenheit geben und zu einem individuellen Geburtserlebnis verhelfen kann", so Dr. Aschalew. In Anbetracht einer möglicherweise geänderten Gefährdungslage könnte es jedoch auch kurzfristig erneut zu Änderungen des Vorgehens kommen. (mit mf)

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