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Werferanlage wird am Radebeuler Krokofit gebaut

Am Sportzentrum können Leichtathleten bald mit Diskus, Speer und Hammer trainieren.

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Radebeul. Von der neuen Werferanlage, die noch im ersten Halbjahr im hinteren Bereich des Sportzentrums Krokofit in Radebeul-Mitte auf städtischem Grund und Boden errichtet werden soll, profitieren in erster Linie die Leichtathleten.

Sie haben seit 1997 darauf gewartet. Denn mit der Fertigstellung des Stadions konnten sie dort nicht mehr trainieren, als der Schlackeplatz einem Kunststoffbelag gewichen war.

Insgesamt 45 000 Euro sind für das Vorhaben vorgesehen. 25 000 Euro werden direkt dafür verwendet, sagte Radebeuls Sportstättenchef Bernd Willomitzer. Unter anderem für den Anlauf der Speerwerfer – mit Betonfläche, Asphaltplatte und Kunststoffbelag.

Außerdem gehören der Abwurfring für die Diskus- und Hammerwerfer zur Anlage sowie ein Fangkäfig samt Säulen und Netzen – damit die Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden können.

20 000 Euro werden für die Umfriedung des Grundstücks, das etwa 17 000 Quadratmeter groß ist, benötigt. Dafür ist ein ganz normaler Zaun vorgesehen, sagt der Sportstättenchef. Begonnen wird mit den Arbeiten, sobald das Wetter es zulässt. Im Sommer soll alles fertig sein.

Komplettiert wird die Anlage durch einen Rasen wie im nahen Stadion. Der ist Bernd Willomitzer zufolge relativ pflegeleicht. Um die Neuerung in Schuss zu halten, werde kein zusätzliches Personal benötigt.

Die Leichtathleten bilden mit 134 Sportlern die größte Gruppe des Vereins SSV Planeta Radebeul. Sehr erfolgreich sind sie obendrein: In den vergangenen drei Jahren holten die rund 30 Senioren der Leichtathletik-Abteilung bei der Weltmeisterschaft einmal Silber und zweimal Bronze. Von der Europameisterschaft brachten sie zweimal Silber und viermal Bronze mit.

Auch der Nachwuchs sammelt fleißig Medaillen. Seit 2010 waren die Kinder und Jugendlichen bei den Landesmeisterschaften elfmal auf dem Siegerpodest, 14-mal sicherten sie sich Silber und 13-mal Bronze. Da im Stadion nur Kugelstoßen möglich war, mussten die Sportler zum Training der übrigen Werferdisziplinen nach Dresden und Boxdorf fahren. (SZ/IL, uk)