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Görlitz

Werkstätten für Behinderte schließen 

Jetzt gilt die Verordnung auch für diese Einrichtungen. Nur wenige bleiben geöffnet.

Noch ist sie offen: die Wäscherei der Werkstätten für behinderte Menschen der Diakonie St. Martin in Niesky.
Noch ist sie offen: die Wäscherei der Werkstätten für behinderte Menschen der Diakonie St. Martin in Niesky. © André Schulze

Regine Starke und alle anderen Mitstreiter aus dem Verein Sonnenwind 21 sind froh, dass ihr Anliegen nun Gehör fand. Sie hatten an die Gesundheitsämter der Landkreise Görlitz und Bautzen einen Brief geschrieben. Darin machten sie darauf aufmerksam, dass Behinderte und ältere Menschen zu den besonders Coronavirus-gefährdeten Personengruppen gehören und durch Vorsorge-Maßnahmen geschützt werden sollten.

In dem Schreiben äußerte der Verein seine Sorgen, dass die Werkstätten in der Vorwoche noch geöffnet waren. Weitere Vereine und Einrichtungen der Behindertenarbeit hatten sich mit ähnlichen Bedenken an das Sozialministerium gewandt.  

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"Menschen mit Vorerkrankungen und schwachem Immunsystem kommen in den Werkstätten zusammen", erklärt Regine Starke. Werkstätten hätten ähnlich wie Schulen und Kitas vorsorglich geschlossen werden sollen. Das ist nun mit den neuen Regelungen der Fall. Nur aus  wirtschaftlich zwingenden Gründen dürfen Teilbereiche weiterarbeiten.

Wirtschaftlich wichtige Werkstätten bleiben offen

Allerdings schließt nicht jede Abteilung in den Werkstätten für behinderte Menschen. Die Wäscherei Niesky, eine Einrichtung der Diakonie St. Martin, arbeitet weiter.  Sie gehört zu den Bereichen, die laut der neuen Regelungen aus wirtschaftlich zwingenden Gründen weiterarbeiten. "Wir versorgen unter anderem Krankenhäuser und Wohnheime mit frischer Wäsche", erklärt der Leiter Volkhard Schmidt. Allerdings sind die meisten der 35 behinderten Mitarbeiter zu Hause. Deren Arbeitsplätze nehmen Betreuer und  andere nichtbehinderte Mitarbeiter ein, die derzeit keine anderen Aufgaben haben, erläutert Volkhard Schmidt. 

Die Wäscherei der Behindertenwerkstatt Görlitz arbeitete am Montag noch. Ob das so bleibt, ist völlig ungewiss. Diese Wäscherei hat keine Kunden wie Krankenhäuser.

Die Schließung der Werkstätten zum Schutz behinderter Menschen begrüßt der Verein Sonnenwind 21. Er ist ein Verein für Familien mit behinderten, insbesondere vom Down-Syndrom betroffenen Angehörigen in der Oberlausitz. Er hat seinen Sitz in Oppach und engagiert sich seit 2012 für die Belange von Menschen mit Behinderungen.

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