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Westewitzer Park wird aufgehübscht

Die Gemeinde stellt Pläne für die Gestaltung des zentralen Platzes vor. Die sind nach Meinung einiger Räte aber noch nicht ausgereift.

Von einer Neugestaltung der Parkanlage am Bahnhof in Westewitz ist schon länger die Rede. Der Platz soll als zentrale Begegnungsstätte der Dorfbewohner hergerichtet werden.
Von einer Neugestaltung der Parkanlage am Bahnhof in Westewitz ist schon länger die Rede. Der Platz soll als zentrale Begegnungsstätte der Dorfbewohner hergerichtet werden. © Dietmar Thomas

Großweitzschen. Das Parkgelände am Westewitzer Bahnhof ist der Treffpunkt der Dorfbewohner. Werden Feste wie das Glühwein- und Strohpuppenfest gefeiert, dann kommen die Westewitzer und ihre Gäste am Parkgelände zusammen.

Jedoch bietet der Zustand des Parks keinen Anlass zur Freude. Im Jahr 2018 kamen die Gemeinderäte und die drei Vereine des Ortes auf die Idee, eine Patenschaft über den verwilderten Park zu übernehmen. Sie wollten ihn mithilfe der Gemeindeverwaltung und der Einwohner neu gestalten. Unter anderem sollten Bäume geschnitten und Rasen eingesät werden.

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Doch aus dem Plan wurde nichts. Die Winterstürme im Januar und Februar und die Sommerhitze 2018 ließen ihn platzen. Wegen der langen Trockenheit konnte kein Gras ausgesät werden und die Winterstürme vereitelten die Baumpflege. Durch die Stürme wurden zahlreiche Bäume entwurzelt, sodass die Vereinsmitglieder und ihre Helfer die Sturmschäden beseitigen mussten.

Doch nun hat die Gemeinde von einem Planungsbüro einen Plan erarbeiten lassen, wie der Park gestaltet werden könnte. Demnach soll zum Beispiel neben der Bushaltestelle eine Aufstellfläche gepflastert werden. „Der vorhandene Weg soll teilweise zurückgebaut werden“, sagte Bürgermeister Jörg Burkert (parteilos). Die Eiche und der Kastanienbaum sollen erhalten bleiben. Eine Rosskastanie und vier japanische Zierkirschen sollen den Baumbestand ergänzen.

Auch ein Spielplatz gefordert

Zudem soll ein Pflasterweg zum Denkmal geschaffen werden. „Die Mitnetz Strom hat angeboten, das Trafohaus am Rand des Platzes besprühen zu lassen“, so Burkert. Zum Verweilen sollen zwei Bänke aufgestellt werden.

Diese und weitere Arbeiten sollen etwa 85.000 Euro kosten. Das Projekt wird mit 75 Prozent über das Leader-Programm gefördert. Die Unterlagen für den Fördermittelantrag sind beim Landratsamt eingereicht, gab Burkert bekannt. Der Betrag erscheint den meisten Gemeinderäten zu hoch. „Für eine solche Summe erhoffe ich mir wesentlich mehr“, sagte Sven Krawczyk (CDU). Johannes Pester (Freie Wähler) griff einen Vorschlag auf, den auch der Bürgermeister schon geäußert hatte. „Ein Kinderspielplatz sollte schon dazugehören“, so Pester. Außerdem schlug er vor, die Rasenfläche als Schotterrasen zu gestalten, um eine bessere Nutzung zu erreichen.

Sascha Suhr (Die Linke) fragte, ob Abweichungen von diesem Konzept möglich seien, ohne dass die Förderung verloren gehe. Bevor es zur Entscheidung über die Umsetzung komme, müsse geklärt werden, ob Änderungen möglich seien, so Suhr. „Es ist wichtig, eine gezielte Ausschreibung zu erstellen, ohne das Konzept gänzlich über den Haufen zu werfen“, sagte Johannes Pester. Jörg Burkert betonte, dass es sich bei den ermittelten Kosten um eine Schätzung handelt, auf deren Grundlage der Fördergeldantrag eingereicht worden sei. „Die genauen Beträge stehen erst nach der Ausschreibung fest“, so Burkert.

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