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Trockener geht's kaum

Der Regen zum Monatsende konnte nichts mehr aufholen. Der trockenste April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Görlitz war es nicht - aber fast.

Blauer Himmel, milde Temperaturen. Letztere sorgten dafür, dass die Kirschallee in Jauernick-Buschbach in voller Blüte stand. Erste Anpflanzungen wurden bereits um 1940 vorgenommen, schreibt Ortschronist Joachim Lehmann zu diesem Bild.
Blauer Himmel, milde Temperaturen. Letztere sorgten dafür, dass die Kirschallee in Jauernick-Buschbach in voller Blüte stand. Erste Anpflanzungen wurden bereits um 1940 vorgenommen, schreibt Ortschronist Joachim Lehmann zu diesem Bild. © Joachim Lehmann

2,4 Liter pro Quadratmeter. Mehr war nicht drin für den Görlitzer Boden im April. Vom langjährigen Mittel ist das sehr weit entfernt: Üblich wären für einen April-Monat in Görlitz etwa 49,4 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. 2,4 - "das macht nicht mal fünf Prozent", sagt Anja Juckeland, Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Leipzig. 

Ab Mittwoch wird Frühling erwartet

Die Hochdrucklage machte sich auch bei den Temperaturen bemerkbar. Der Durchschnittswert im April lag bei 10,4 Grad. Nachts ging es aber teils noch mal tief runter auf dem Thermometer, in der Nacht vom 1. April sogar auf -5,2 Grad, in Bodennähe auf -7,8 Grad. Fehlen die Wolken, können die warmen Luftmassen vom Boden schnell in die Troposphäre aufsteigen, Kaltluft schneller nach unten sinken, erklärt Anja Juckeland. Die Maximaltemperatur wurde am 28. April gemessen, als das Thermometer in Görlitz auf bis zu 23,3 Grad kletterte. Auch im Durchschnitt, also alle Tageswerte zusammengerechnet, war dieser Tag mit 16,6 Grad der mildeste. 

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Im letzten Monatsdrittel änderte sich die Wetterlage. Etwa ab dem 25. April zogen Kaltfronten von Westen herein, die dann auch Regen mitbrachten. Lange anhalten wird das nasse Wetter voraussichtlich aber nicht mehr. Bis Mittwoch noch soll das Wetter ähnlich bleiben, mit 13, 14 Grad am Tag, einstelligen Werten in der Nacht. Ab Mittwoch, so die aktuelle Voraussage, soll sich die Wetterlage ändern und mildere Temperaturen mitbringen. 

Rekordverdächtig trocken war es aber nicht. Der trockenste April in Görlitz war der im Jahr 2007. Mit lediglich zwei Litern pro Quadratmeter. Der April dieses Jahres nun war in den 20 Tagen von einer stabilen Hochdrucklage gekennzeichnet, erzählt Anja Juckeland. Das merkt man auch an der Sonnenscheindauer: 299 Sonnenstunden bekam Görlitz im gesamten April ab. Üblich nach langjährigem Mittel wären 158 Stunden, "da kommen wir also auf 190 Prozent." Geregnet hatte es in diesen beiden ersten Dritteln fast gar nicht. Am 2. und 3. April waren es je 0,1 Liter, am 13. etwa 0,8 Liter, "aber das ist kaum nennenswerter Niederschlag." 

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