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Wetter stoppt positiven Trend

Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis ist im November wieder gestiegen. Mehr als 12 200 Bürger waren in der Sächsischen Schweiz ohne Job, das sind knapp 500 mehr als im Oktober. Die leichte Verbesserung der Vormonate setzt sich damit nicht fort.

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Von Christian Spahr

Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis ist im November wieder gestiegen. Mehr als 12 200 Bürger waren in der Sächsischen Schweiz ohne Job, das sind knapp 500 mehr als im Oktober. Die leichte Verbesserung der Vormonate setzt sich damit nicht fort. Für Klaus-Peter Hansen, den neuen Direktor des Arbeitsamts Pirna, liegt das an der Jahreszeit: „Im Bauwesen gab es die ersten wetterbedingten Kündigungen, und die Ferien-Saison in der Sächsischen Schweiz ist zu Ende.“ Diese Faktoren hätten auch in früheren Jahren bewirkt, dass die Zahlen im Herbst steigen.

Die Arbeitslosenquote im Landkreis liegt jetzt bei 16,4 Prozent; im September waren es 15,8 Prozent. Innerhalb des Arbeitsamts-Bezirks, der auch den Weißeritzkreis einschließt, gibt es rund um Sebnitz mit 18,5 Prozent die höchste Quote. Im Weißeritzkreis hat sich dagegen der positive Trend der Vormonate noch fortgesetzt. Er hat mit 13,4 Prozent im November eine deutlich bessere Bilanz. In absoluten Zahlen gibt es im Nachbarkreis fast 3 500 Arbeitslose weniger als in der Sächsischen Schweiz. Das liegt nach Ansicht des Arbeitsamtschefs auch am Wintertourismus, der im Osterzgebirge für Arbeitsplätze sorgt.

Hansen zeigte sich zufrieden, dass in seinem Amtsbezirk im November weniger Jugendliche erwerbslos waren als im Vormonat. „Seit langem ist auch die Zahl der Langzeit-Arbeitslosen gesunken“, stellte er fest. Gegenüber dem Vorjahr sei die Zahl älterer Arbeitsloser deutlich zurückgegangen. Doch es gibt auch schlechte Nachrichten: Bisher wurde dieses Jahr ein Drittel weniger freie Stellen gemeldet als 2002, und mehr Jugendliche sind nach der Ausbildung ohne Job.S.21