SZ +
Merken

Wettkämpfe und Planschen

Mit dem ersten Spatenstich begann gestern Nachmittag offiziell der Bau der neuen Schwimmhalle am Bautzener Gesundbrunnenring. Planer Falko Hinz stellte dabei auch die abgespeckte Version des Projektes vor, das nunmehr 5,6 Millionen Euro kostet.

Teilen
Folgen

Von Annett Kschieschan

Am grundsätzlichen Anspruch der Stadt hat sich nichts geändert. Kein Spaß- oder Erlebnisbad soll im Stadtteil Gesundbrunnen entstehen, sondern eine Schwimmhalle, die den Bedürfnissen des Schulsports, der Vereine und der normalen Bevölkerung gerecht wird. Das – so versprachen Bautzens OB Christian Schramm und Volker Bartko, Geschäftsführer der Bautzener Bau- und Betriebsgesellschaft, bei der gestrigen Pressekonferenz anlässlich des offiziellen Baubeginns – werden die Bautzener auch bekommen. Trotz der Sparzwänge, die die Planer jetzt zum Abspecken der ursprünglichen Version der Halle gezwungen haben. Mehrere Ruhebereiche im oberen Teil sind dem Rotstift unter anderem zum Opfer gefallen. Außerdem die Tribünen, von denen aus die Gäste Schwimmwettkämpfen zuschauen sollten. „Das ändert nichts daran, dass die Halle wettkampffähig sein wird. Das war ja eine entscheidende Forderung“, betonte Falko Hinz von der Bauplanung Bautzen GmbH, die die Konzeption der Halle erarbeitet hat. Die Grundbedingungen dafür, zum Beispiel ein Schwimmbecken mit mindestens sechs Bahnen, werden erfüllt. Ruhezonen habe man nun versucht, in der Halle zu integrieren. Die „gastronomische Lösung für die Besucher“ wurde mit einem Imbissbereich mit Automaten gefunden. Zu Preisen und Öffnungszeiten hält sich die Stadt noch bedeckt. Erstere sollen nach Aussage von Christian Schramm so sein, „dass jeder die Halle nutzen kann“. Über Letztere werde man nach je nach Zuspruch nach der Eröffnung endgültig entscheiden.

Zusätzliche Arbeitsplätze entstehen durch den Neubau voraussichtlich nicht. Wie schon in der alten Schwimmhalle an der Rosenstraße werde es drei Schwimmmeister und ein bis zwei Auszubildende geben, so Volker Bartko. Die Zukunft der alten, maroden Halle ist offen. „Bis zur Eröffnung des Neubaus 2005 werden wir sie am Leben halten. Dann wird sie erstmal geschlossen. Was weiter passiert, muss man sehen“, so Volker Bartko.