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Widder Zwerge und rote Neuseeländer

„Also diesen Rammler kann ich nicht ausstellen. Der ist schon zu breit. Körperbau und Form müssen stimmen. Der taugt nur noch für die Pfanne“, schmunzelt Karlheinz Schubert und streicht beruhigend über das rotbraune Fell.

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Von Peter Noack

„Also diesen Rammler kann ich nicht ausstellen. Der ist schon zu breit. Körperbau und Form müssen stimmen. Der taugt nur noch für die Pfanne“, schmunzelt Karlheinz Schubert und streicht beruhigend über das rotbraune Fell.

Auf rassige Kaninchen brauchen die Besucher der Schau in Grödel an diesem Wochenende aber trotzdem nicht zu verzichten. Im dortigen Landwirtschaftsbetrieb von Günter Eckelmann laden die Freunde vom Rassekaninchenzüchterverein S 261 Leckwitz/Nünchritz ein, dessen Vorsitzender Karlheinz Schubert ist. Und Günter Eckelmann ist natürlich dabei. Der Landwirt veranstaltet einen Tag des offenen Hofes in seinen Lagerhallen. Er präsentiert sein umfangreiches Angebot, das von Getreide, Futterrüben, Möhren, verschiedenen Sorten Kartoffeln bis zu Äpfeln reicht.

Doch in der Halle, in der seine Landmaschinen stehen, ist noch ausreichend Platz für die Käfige der Leckwitzer und Nünchritzer Kaninchenzüchter. „Sonst haben wir unsere Tiere in der Nünchritzer Turnhalle ausgestellt. Im vorigen Jahr hat das Hochwasser diese Halle jedoch arg in Mitleidenschaft gezogen, so dass wir schon 2002 die Möglichkeit nutzten, bei Herrn Eckelmann auszustellen“, erzählt Renate Kretzschmar. Die 61-jährige Radewitzerin ist seit über 25 Jahren Vereinsmitglied. „Angefangen habe ich mit Thüringer Kaninchen. Als ich dann meinen Arbeitsplatz in Leipzig hatte, war erst mal Pause. Für die Tiere braucht man viel Zeit, und die hatte ich bei meiner Auswärtstätigkeit nicht. Vor einem Jahr habe ich mir wieder Kaninchen angeschafft. Es sind „Marburger Fehn“, eine kleine Rasse, die gut in die Familie passt“, lacht sie.

Leider hatte sie kein Glück mit dem Nachwuchs. Der Rammler hat nicht mitgespielt. Erfolgreich ist dagegen die Zucht von Karlheinz Schubert verlaufen. Der Vereinsvorsitzende zeigt stolz einen „Roten Neuseeländer“. „Seit 1985 gehöre ich diesem Verein an und bin schon 15 Jahre der Vorsitzende. Ich konzentriere mich besonders auf diese eine Rasse“, meint er und blickt kritisch auf sein Tier.

Unter den 27 Rassen, die in Grödel ausgestellt werden, sind auch seltene zu sehen.Hans-Reinhard Naumann wird mit seinen „Havanna Widder Zwergen“ dabei sein. Nur wenige Züchter haben diese Rasse in ihren Ställen.

330 Kaninchen können die Besucher am Wochenende in Grödel bewundern. Neben Tieren des Kreisverbandes Riesa/Großenhain sind auch die von Gastausstellern aus den Kreisen Dresden/Meißen, Torgau/Oschatz, Elbe/Elster und Oberspree/Lausitz präsent.

Öffnungszeiten: Sonnabend, 20. September, von 9 bis 18 Uhr; Sonntag, 21. September, von 9 bis 16 Uhr