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Widerspruch zum Eigenheimstandort

Der von der Stadt Bernsdorf beauftragte Planer sieht keine Probleme für das  Vorhaben.

2015, als dieses Bild entstand, war die Fläche in der Bildmitte, auf der ein neues Eigenheimwohngebiet entstehen soll, noch landwirtschaftlich genutzt worden.
2015, als dieses Bild entstand, war die Fläche in der Bildmitte, auf der ein neues Eigenheimwohngebiet entstehen soll, noch landwirtschaftlich genutzt worden. © Foto: Uwe Schulz

Bernsdorf. So ausführlich und lange haben sich die Bernsdorfer Stadträte in den zurückliegenden Jahren noch nie in einer Ausschusssitzung mit einem einzigen Thema befasst. Eine Dreiviertelstunde nahm sich der Planer Zeit, die städtische Reaktion auf die zum Bebauungsplan-Entwurf für das geplante Eigenheimgebiet an der Friedrich-Engels-Straße vorgebrachten Widersprüche und Einwendungen zu erläutern.

Insbesondere geschah das, weil diesmal nicht nur die sogenannten Träger öffentlicher Belange, wie Landratsamt und andere Behörden, ihre Stellungnahmen abgegeben haben, sondern auch ein Schreiben aus der Bürgerschaft eingegangen ist. Es stammt von der Eigentümerin eines in direkter Nachbarschaft des geplanten Baugebietes gelegenen Grundstückes. Diese widersprach dem städtischen Vorhaben und forderte dazu auf, erst einmal innerorts nach geeigneten Baugrundstücken zu schauen, ehe diese am Stadtrand gelegene bisher landwirtschaftlich genutzte Fläche mit Eigenheimen bebaut wird. Auch wünschte sie unter anderem Auskunft über die Anzahl der Kaufinteressenten und den Grundstückspreis.

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Letzterer, so der Planer, lässt sich erst beziffern, wenn die Erschließung erfolgt ist. Dann würden Interessenten auch über den Preis informiert werden. Was die Anzahl der Interessenten angeht, so gebe es keinen Grund für die Stadt, diese Angabe offenzulegen. Unabhängig von dieser Aussage hatte der Bürgermeister unlängst öffentlich eine Anzahl von 17 Interessenten genannt. Die von der Bürgerin angesprochenen innerstädtischen Flächen, für die eine Wohnbebauung denkbar ist, gibt es nach Auskunft des Planers zwar. Es handelt sich aber um zwei Brachflächen, die sich nicht im Besitz der Stadt befinden. Davon mal ganz abgesehen lasse der Landesentwicklungsplan die Ausweisung des neuen Wohngebietes zu. Mit diesem werden etwas mehr als 23 000 Quadratmeter Bauland entstehen. Das ist ausreichend Platz für um die 25 Bauparzellen. Am Donnerstagabend ab 18.30 Uhr soll sich der Stadtrat abschließend mit dieser Thematik befassen.