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Wie Athleten und Skater einen Nieskyer Park sanieren wollen

Jugendliche wollen in diesem Jahr den Montplaisir-Park am Rosensportplatz wieder auf Vordermann bringen. Das Jugendzentrum hilft ihnen.

Von Rolf Ullmann

Leon Streit zieht sich an den Ringen nach oben. Scheinbar mühelos bringt er seinen Körper durch Anspannung und Armmuskulatur in die Waagerechte. Doch jeder, der eine solche oder ähnliche Übung selbst einmal probiert hat, weiß welche Kraft und wie viel Körperbeherrschung dafür notwendig sind. Ohne ständiges Training ist da kein Blumentopf zu gewinnen.

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Und genau deshalb wird für solche Übungen trainiert. Viel trainiert. Das wollen auch Leon Streit sowie die anderen rund zehn Mitstreiter der Gruppe Dragonbarz mit ihrem Streetworkout – als neue Sportart für Niesky. Seit Juni 2013 frönen sie dieser hierzulande kaum bekannten Leichtathletiksportart. Doch die Möglichkeiten zum regelmäßigen Training sind rar gesät. „Wir können die Räume des Ironsport in Niesky zum Training nutzen. Wenn wir allerdings in der warmen Jahreszeit draußen üben wollen, sieht es nicht so gut aus,“ erklärt Leon Streit. Die Anlage im Montplaisir- oder Rosenpark am gleichnamigen Sportplatz ist marode. Zurzeit weichen er und die anderen Sportler auf den Kinderspielplatz in Horka aus. Hier trainieren sie regelmäßig am Sonntagnachmittag. Viel lieber würden sie aber im heimischen Niesky bleiben. Doch dazu müssen erst die Geräte instand gesetzt werden und das kostet eine Stange Geld.

„Vielleicht findet sich unter den Firmen, in denen mit Metall gearbeitet wird, ein oder mehrere Spender“, äußert Marco Neumann seine Hoffnungen. Denn dadurch wird auf jeden Fall etwas für die Jugendlichen in Niesky und Umgebung getan. Doch bei dieser Hoffnung wollen es die jungen Leute von Dragonbarz Streetworkout nicht belassen. Seit einem Jahr haben sie mit dem Jugendzentrum Niesky auf die Veranstaltung am Ostersonnabend hingearbeitet. Den Erlös der Aktion wollen sie für ihr Projekt im Park einsetzen. Hilfe benötigen dort auch die Skater. Denn auch ihre Übungsstrecke im Park ist nicht mehr nutzbar. Umso dankbarer nehmen sie deshalb die Möglichkeit wahr, in der Halfpipe am Jugendzentrum zu üben, die vom Fame-Graffiti-Shop in Zittau kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Doch eine eigene Strecke im Park – das wäre schon etwas.