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Wie der "Corona-Geheimreport" entstand

Es ist Stoff für Verschwörungstheoretiker: Ein Mitarbeiter des BMI fertigt auf eigene Faust einen kritischen Report an und wird suspendiert. Wie es dazu kam.

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Mehrere hundert Menschen demonstrieren vor dem Reichstagsgebäude in Berlin gegen eine Impfpflicht und gegen die Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Ausbreitung des Coronavirus.
Mehrere hundert Menschen demonstrieren vor dem Reichstagsgebäude in Berlin gegen eine Impfpflicht und gegen die Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Ausbreitung des Coronavirus. © Kay Nietfeld/dpa

Von Benjamin Reuter

Ein Regierungsbeamter zieht auf eigene Faust los, recherchiert wochenlang, schreibt einen 83-seitigen Report und verschickt ihn dann an Regierungsstellen im ganzen Land. Anschließend landet das Papier als PDF im Internet.

In seinem Bericht wirft der Beamte der Regierung schwerste Versäumnisse vor. Unter anderem, dass sie ihre ureigene Aufgabe nicht wahrnehme, nämlich Schaden von den Bürgern abzuwenden.

Schlimmer noch: Sie füge aus Nachlässigkeit ihren Bürgern absichtlich Schaden zu und beschneide elementare Grundrechte.

Es ist die typische Geschichte eines Whistleblowers. Aber wie der aktuelle Fall eines Papiers zur Coronakrise aus dem Bundesinnenministerium zeigt, sind die Grenzen zwischen einem Whistleblower und einem Brandstifter manchmal fließend.

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