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Döbeln

Wie der Kanal unter den Bach kommt

Die Arbeiten in der Annenstraße starten erst im Herbst. Ob sich der Straßenbau gleich anschließt, ist noch unklar.

In zwei Abschnitten soll in der Annenstraße in Hartha ein neuer Mischwasserkanal verlegt werden. Während der Arbeiten sind die jeweiligen Bereiche voll gesperrt.
In zwei Abschnitten soll in der Annenstraße in Hartha ein neuer Mischwasserkanal verlegt werden. Während der Arbeiten sind die jeweiligen Bereiche voll gesperrt. © Archivfoto: Dietmar Thomas

Hartha. Im Sommer soll der Bau des Mischwasserkanals in der Annenstraße beginnen. So waren zumindest die ursprünglichen Pläne des Abwasserzweckverbandes (AZV) „Untere Zschopau“.

Jetzt ist allerdings erst im August die Submission für das Vorhaben geplant. „Anfang September könnten wir den Auftrag vergeben und Mitte September mit den Arbeiten beginnen“, erklärt Reiner Müller, technischer Leiter des AZV, auf Nachfrage des Döbelner Anzeigers.

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Als erster Bauabschnitt ist der rund 140 Meter lange Teil der Annenstraße zwischen der Karl-Marx- und der Goethestraße vorgesehen. „Dieser Bereich ist der aufwendigere, weil dort die Querung des Flemmingener Baches notwendig ist“, so Müller. „Dabei wird der Kanal unter dem Bach verlegt.“ Dafür ist ein sogenanntes Absturzbauwerk nötig. Das heißt, das Wasser kommt im oberen Bereich eines Schachtes an, stürzt etwa einen Meter nach unten und wird dort weitergeführt.

Der zweite, rund 115 Meter lange Abschnitt zwischen der Goethe- und Gerhart-Hauptmann -Straße soll sich direkt an den ersten anschließen. Neben der Mischwasserleitung werden auch insgesamt 40 Hausanschlüsse gebaut. „Dabei binden wir alle Grundstücke an, die jetzt schon einen Anschluss an den alten Kanal haben. Dazu kommen etwa sechs Grundstücke, die ihr Schmutzwasser derzeit noch direkt in den Bach entsorgen“, sagt der technische Leiter.

Bei Letzteren sind dadurch Änderungen auf den Grundstücken und in den Kellern der Häuser nötig. Rolf Dietrich vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Döbeln werde sich im Vorfeld direkt mit den Eigentümern in Verbindung setzen und die Änderungen vor Ort besprechen. „Alle notwendigen Umbauten werden vom AZV bezahlt“, sagt Reiner Müller.

Die Annenstraße ist die letzte, in der ein Kanalbau erfolgt, damit das Schmutzwasser künftig nicht mehr in den Flemmingener Bach, sondern in die Kläranlage geleitet wird. Die Arbeiten in den beiden Abschnitten erfolgen jeweils unter Vollsperrung der Straße und sollen bis zum Sommer kommenden Jahres abgeschlossen werden. Der AZV investiert rund 1,15 Millionen Euro in das Projekt und bekommt von der Stadt Hartha einen Straßenentwässerungsanteil in Höhe von 287 500 Euro.

Ob sich dem Kanalbau sofort der Straßenbau anschließt, ist noch nicht sicher. „Wir wissen noch nicht, ob wir für 2020 Fördergeld bekommen“, sagt Bauamtsleiter Ronald Fischer. Es sei aber geklärt, dass die Straße ansonsten erst einmal mit einer Behelfsdecke geschlossen werde.

Die lange unklare Parkplatzsituation nach der Sanierung scheint unterdessen geregelt zu sein. Die Lösung ist die bisher letzte Variante: Nach dieser können die Fahrzeuge im unteren Bereich der Annenstraße bis zur Goethestraße auf der rechten Seite parken. Oberhalb dieser Kreuzung sollen die Kraftfahrer künftig die linke Seite nutzen.

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