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Wie die CDU in Freital siegen will

Die  Christdemokraten gehen mit dem größten Team in die Stadtratswahl im Mai – und haben ein klares Ziel.

Peter Pfitzenreiter (l.) und Martin Rülke führen die Freitaler CDU in den Wahlkampf.
Peter Pfitzenreiter (l.) und Martin Rülke führen die Freitaler CDU in den Wahlkampf. © Karl-Ludwig Oberthür

Sechs Mal ist der Freitaler Stadtrat nach der Wende bislang gewählt worden und immer gab es einen klaren Sieger: die CDU. Zwischen 32 und 54 Prozent der Stimmen konnten die Christdemokraten jeweils holen. Auch im derzeitigen Stadtrat stellt die CDU mit zwölf von 34 Mitgliedern die mit Abstand stärkste Fraktion. Nun stehen am 26. Mai sachsenweit erneut Kommunalwahlen an, wobei auch der Freitaler Stadtrat neu gewählt wird. Wie will der Platzhirsch CDU die Freitaler überzeugen?

Das Ziel: CDU soll erneut stärkste Kraft im Stadtrat werden

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„Wir wollen die stärkste Fraktion im Freitaler Stadtrat bleiben“, sagt der derzeitige Fraktionschef Martin Rülke. Auf eine Ziel-Prozentzahl beim Wahlergebnis will er sich jedoch nicht festlegen. „Wir wollen uns auf uns selbst konzentrieren“, sagt Freitals CDU-Vize-Chef Peter Pfitzenreiter, der auch Finanzbürgermeister der Stadt ist. „Wir glauben, dass wir mit dem Team ein gutes Angebot schaffen, um die Stadt weiter gestalten zu können.“

Das Team: Keiner stellt mehr Kandidaten auf als die CDU

32 Kandidaten treten für die CDU bei der Kommunalwahl in Freital an – so viele wie für keine andere Partei oder Wählervereinigung. Die CDU glaubt, eine schlagkräftige Truppe beisammen zu haben. Die Parteispitze verweist auf eine gute Mischung aus jungen und alten Kandidaten. Zudem seien sie aus verschiedenen Berufszweigen und brächten unterschiedliche Erfahrungen ein. „Das sind alles Freitaler durch und durch“, so Pfitzenreiter. Im nun anstehenden Wahlkampf will die CDU den Kandidaten einen besonders großen Platz einräumen. „Wir haben etwas Besonderes geplant, damit man sie auch kennenlernt“, so der 32-Jährige. Was genau vorgesehen ist, will Pfitzenreiter noch nicht verraten.

Das Programm: Mischung aus Bewährten und Neuem

„Freital kann mit großem Selbstbewusstsein auftreten“, sagt CDU-Fraktionschef Rülke. „Wir wollen den Weg, den wir eingeschlagen haben, fortsetzen.“ Unter dem Titel „Für Freital“ haben die Christdemokraten einen Zehn-Punkte-Plan für die nächste Legislaturperiode, die erneut fünf Jahre dauert, entworfen. Dabei sind Punkte, die auf Bewährtem aufbauen, und neue Ideen.

Die CDU bekräftigt den Plan, anstelle der Lederfabrik einen Verwaltungskomplex zu errichten. Arbeitsagentur, Jobcenter, Außenstelle des Landratsamtes und eine Landesbehörde sollen dort konzentriert werden. Pfitzenreiter konkretisiert die Pläne: So könnte die Stadt oder eine Stadttochter den Komplex bauen und unter anderem an das Landratsamt vermieten. Was die wirtschaftliche Entwicklung angeht, setzen die Christdemokraten darauf, weitere Gewerbeflächen zu schaffen. Wo genau, wollen sie jedoch nicht verraten.

In Sachen Mobilität ist das Bemühen zu erkennen, keinem Verkehrsteilnehmer wehzutun. Im Wahlprogramm steht sowohl, dass mehr Punkte aus dem beschlossenen Radverkehrskonzept umgesetzt werden sollen, als auch, dass Ampeln auf der Dresdner und der Umgehungsstraße wegfallen sollen, um den Verkehrsfluss für Autofahrer zu erhöhen. Außerdem sollen künftig alle Stadtteile per Bus mit dem Zentrum verknüpft sein. Um die abgelegeneren Ortsteile zudem zu stärken, sollen in Hainsberg, Kleinnaundorf, Pesterwitz und Somsdorf Gemeinschaftshäuser entstehen. Die CDU will auch mehr für Ehrenamtler tun und ein jährliches Blaulicht-Fest stattfinden lassen. „Das Engagement kann man nicht genug würdigen“, so Pfitzenreiter.

In Sachen Sport knüpft die CDU an die derzeitigen Pläne an, aus drei Freitaler Großvereinen einen neuen Superverein zu machen. Das Stadion des Friedens und das direkte Umfeld sollen dementsprechend zur zentralen Sportstätte ausgebaut werden – mit zusätzlichen Tribünenplätzen, einem Kunstrasenplatz daneben und eventuell auch einer neuen Sporthalle. Eine positive Entwicklung erhoffen sich die Christdemokraten auch für das leerstehende Leonardo-Hotel Am Langen Rain. Sie wollen dort ein Wohnheim für Dresdner oder Freiberger Studenten eingerichtet sehen und mit dem Eigentümer darüber sprechen.

Genaue Vorstellungen hat die CDU auch, was das Thema Bildung angeht. Die Kitabeiträge sollen konstant gehalten werden. Schüler sollen lesen und schreiben nach der Fibel und nicht nach alternativen Methoden lernen. Tablet-PCs soll es nicht für jeden Schüler geben, dafür aber handyfreie Zonen an den Schulen. Die CDU will eher ein Stück zurück zur Natur und schlägt frisches Obst und Gemüse für jede Kita sowie eine neue Bauernhofkita in Somsdorf vor.

Das gesamte Wahlprogramm und die Namen aller Kandidaten gibt es hier: www.fuerfreital.de

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