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Döbeln

Wie ein Schmied zu seinem Hobby kam

Hartmut Lehmann stellt sein Handwerk vor. Statt Metall bearbeiten andere Männer Holz.

Beim Massaneier Vereinsfest nutzen Klara und Kenny Göbel die Möglichkeit, in der Mitmachschmiede von Hartmut Lehmann Hand anzulegen.
Beim Massaneier Vereinsfest nutzen Klara und Kenny Göbel die Möglichkeit, in der Mitmachschmiede von Hartmut Lehmann Hand anzulegen. © Dietmar Thomas

Von Helene Krause

Waldheim. Nicht nur einen, sondern fünf Ambosse hat Hartmut Lehmann um das Schmiedefeuer platziert. Auch Hämmer und Zangen liegen bereit. Denn es ist eine Mitmachschmiede, die der Colditzer zum Dorf- und Vereinsfest nach Massanei mitgebracht hat.

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Die Festgäste können so einen Haken, eine Öse, einen Kerzenständer oder Schlüsselanhänger gestalten. „Schmieden ist eine prozessorientierte Arbeit“, sagt Lehmann. „Sie besteht aus probieren und machen.“ Der 44-Jährige ist seit mehr als sechs Jahren Hobbyschmied. 

Angeeignet hat er sich das Handwerk selbst. Ein Freund wollte ihn eigentlich dazu überreden, an einer Schule eine Holz-Arbeitsgemeinschaft zu übernehmen. „Aber Holz ist nicht meins. Ich dachte, man könnte auch Schmieden.“ Das kam bei den Schülern gut an.

Neben einer stationären besitzt Hartmut Lehmann die Mitmachschmiede. Mit ihr ist er auf Volks- und Vereinsfesten unterwegs. Alles Werkzeug und die Ambosse hat er geschenkt bekommen. Da er auf seinen Reisen keinen Blasebalg für das Schmiedefeuer mitnehmen kann, sorgen zwei, mit einer Batterie betriebene Computerlüfter für die nötige Luftzufuhr.

Schmieden können bei ihm alle ab einem Alter von sieben Jahren. Da Hartmut Lehmann als Anlagenfahrer in einer Biogasanlage arbeitet und oft auch am Wochenende Dienst hat, sehen seine Frau und die 14-jährige Tochter sein Hobby mit gemischten Gefühlen. „Sie unterstützen mich aber trotzdem und halten mir den Rücken frei“, sagt er.

Doch nicht nur geschmiedet wird auf dem Fest, das vom Heimat- und Feuerwehrverein organisiert wird. Die Ortsfeuerwehr feiert ihr 80-jähriges Bestehen nach. Dessen Höhepunkt ist das traditionelle Wettsägen. Bei dem werden von jeweils zwei Mannschaften Baumstämme nach Zeit zersägt. In diesem Jahr siegt die Feuerwehr Grünlichtenberg. Die Kameraden sind mit 18,58 Sekunden die Schnellsten.

Mit den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr können die Kinder auch das Löschen üben. Außerdem gibt es eine Hüpfburg die Jüngsten können sich schminken lassen.

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