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Wie fühlt es sich an, als Kind arm zu sein?

Jeremias Thiel hat Verwahrlosung und Diskriminierung erlebt – und sagt, wie er den Aufstieg geschafft hat und was sich in Deutschland ändern muss.

Von Susanne Plecher
 8 Min.
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Jeremias Thiel hatte einen denkbar schweren Start - und hat sich Abitur und Studium erkämpft.
Jeremias Thiel hatte einen denkbar schweren Start - und hat sich Abitur und Studium erkämpft. © PR

Die Geschichte von Jeremias Thiel ist außergewöhnlich: Aufgewachsen in einem abgewirtschafteten Arbeiterviertel in Kaiserslautern bei einer spielsüchtigen Mutter und einem manisch-depressiven Vater, muss er schon früh Aufgaben übernehmen, für die eigentlich seine Eltern zuständig gewesen wären: Einkaufen, Essen zubereiten, sich um den Bruder kümmern, Anträge schreiben. Die Eltern sind langzeitarbeitslos, den Lebensunterhalt der Familie zahlt das Amt, Geld ist immer mehr als knapp. Mit elf Jahren hält er es nicht mehr aus und bittet das Jugendamt, ihn von Zuhause wegzuholen. 

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