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Döbeln

Wie geht es mit dem Ratskeller weiter?

Ein Gutachten soll die Grundlage für die Wiederinbetriebnahme sein.

Bürgermeister Sven Liebhauser (m.), hier bei der Wahlparty im Mai, hatte die Wiedereröffnung des Ratskellers zum Wahlkampfthema gemacht.
Bürgermeister Sven Liebhauser (m.), hier bei der Wahlparty im Mai, hatte die Wiedereröffnung des Ratskellers zum Wahlkampfthema gemacht. © Dietmar Thomas

Döbeln. Der Stadtrat hat sich in seiner Sitzung am Donnerstag über die Verwendung von jeweils 140.000 Euro geeinigt, die die Stadt in drei Jahren als pauschale Zuweisung vom Land zu erwarten hat. 

Während die Fraktionen SPD, FDP/Freie Wähler, Die Linke und „Wir für Döbeln“ ihre Vorstellungen schon in einem gemeinsamen Antrag formulierten, unterbereitete jetzt auch die CDU einen Vorschlag: 10.000 Euro sollen für ein Gutachten zur Wiederinbetriebnahme des Ratskellers verwendet werden. 

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Die Gaststätte ist schon seit einigen Jahren geschlossen – unterbrochen nur von der kurzzeitigen Wiedereröffnung durch einen Italiener. Ein großes Problem des Ratskellers sind die hohen Betriebskosten, insbesondere durch die Heizung. Sven Liebhauser (CDU), ab August Oberbürgermeister von Döbeln, hatte die Wiedereröffnung des Ratskellers zu einem seiner Punkte im Wahlkampf gemacht.

Der größte Teil der insgesamt 420.000 Euro – 300.000 Euro – soll für den Ausbau des Schulstandorts in Döbeln Ost zurückgelegt werden. Der Rest wird für andere Projekte verwendet. 

Nach einem Vorschlag der Fraktion FDP/Freie Wähler werden insgesamt 30.000 Euro ins Stadtmarketing gesteckt. SPD und Linke wollten die Wiederbelebung des Tiergeheges im Bürgergarten. Der Stadtrat hat sich schließlich geeinigt, 20.000 Euro für die Aufwertung des Bürgergartens zur Verfügung zu stellen. 

Eine Diskussion gab es über den Vorschlag von „Wir für Döbeln“. Die Fraktion hat den Neubau einer öffentlichen Toilette im Zentrum vorgeschlagen. Die CDU wollte das Wort „Neubau“ aus dem Beschluss streichen und auch den Umbau der Toilette im Ratskeller zu diesem Zweck prüfen. Dafür fand die Fraktion aber keine Mehrheit.

„Es geht nicht anders, als eine neue Toilette zu bauen“, sagte Stadträtin Alexandra Wolf (Die Linke). „Sie sollte auf dem Niedermarkt stehen. Auch die Markthändler brauchen eine Toilette. Die benutzen bisher die Toiletten der umliegenden Geschäfte.“ (DA/jh)

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