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Sebnitz

Wie geht es nach dem Deutschen Haus weiter?

Der Sebnitzer Stadtrat diskutiert zur Freifläche an der Böhmischen Straße. Ideen gibt es. Manche werden sofort verworfen.

Mehr Grün an der Böhmischen Straße. Jetzt steht fest, wie die Fläche gestaltet werden soll.
Mehr Grün an der Böhmischen Straße. Jetzt steht fest, wie die Fläche gestaltet werden soll. © Daniel Schäfer

Mit dem Abriss der ehemaligen Gaststätte Deutsches Haus an der Böhmischen Straße in Sebnitz ist Platz für eine neue Gestaltung der Freifläche entstanden.

Auf dem Grundstück befinden sich derzeit noch sechs Garagen aus DDR-Zeiten, die in Besitz der Stadt Sebnitz sind sowie drei neue Fertigteilgaragen, die im Zuge der Abbrucharbeiten als Ersatz errichtet wurden. Plan der Stadt war es, auch diese drei Garagen mit zu erwerben und die Fläche komplett zu gestalten. Die Idee scheiterte allerdings am zu hohen Kaufpreis, den die Eigentümer haben wollten. Deshalb konzentriert man sich nun auf die restliche verbliebene Fläche. Die Garagen sollen noch in diesem Jahr abgerissen werden. Die komplette Umgestaltung des Geländes ist für das nächstes Jahr vorgesehen.

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Parkplatz kommt nicht

Abgewichen ist man von dem Plan, hier Parkplätze zu schaffen, um unter anderem Besuchern des Urzeitparkes die Möglichkeit zu geben, direkt in der Nähe zu parken. Für diese hat die Stadt andere Lösungen im Blick. „Hinter dem ehemaligen Zollgebäude gibt es freie Flächen, die mit einer Kette verschlossen sind. Wir haben Gespräche mit dem Eigentümer geführt, ob man diese Flächen auch für Parkplätze nutzen kann“, sagt Oberbürgermeister Mike Ruckh(CDU). Ein Ergebnis liegt noch nicht vor. Jedoch gibt es seit Kurzem am Mannsgrabenweg straßenbegleitend einige freie Parkplätze. Diese waren bislang den Nutzern der Gärten vorbehalten. Entsprechende Schilder wurden abmontiert. Die Parkplätze sind kostenlos.

Zugang wird versperrt

An der Böhmischen Straße soll kein Erlebnisbereich entstehen, jedoch bietet die Fläche viel Raum für eine spätere Gestaltung. Deshalb will man sich vorerst nur auf einen gehwegbegleitenden Rasenstreifen mit anschließender Gehölzreihe konzentrieren, angelehnt an den Alleencharakter der den die Straße bereits hat. Gepflanzt werden sollen Eichen, Rhododendron und Hartriegel. Der Rest soll mit Rasen oder Wildblumen belegt werden. Von Stadtrat Andreas Stork (Zukunft Sebnitz) gab es nun die Idee, einen kleinen Flanierweg entlang des Sebnitzbaches anzulegen und zwei Bänke aufzustellen, um damit auch eine Ruhezone zu schaffen. Das wurde jedoch abgelehnt. „Es gibt bereits einen Gehweg und wir hätten dann zwei nebeneinander. Das führt zu Mehrkosten“, sagt der Oberbürgermeister. Vielmehr soll der Zugang zur Fläche mit einem Zaun eingeschränkt werden. Dieser wird entlang des jetzigen Gehweges montiert. Für die Landestalsperrenverwaltung wird eine Zufahrt angelegt.

Bienen haben Vorfahrt

Stadtrat Paul Löser (Bündnis 90/Grüne), regte an, mit der Fläche auch etwas für den Naturschutz zu tun. Er wollte, dass die geplante Wildblumenwiese erweitert wird, um unter anderem auch den Bienen eine Nahrungsfläche zu schaffen. Zur Rasenmischung hat man sich noch nicht konkret verständigt, sodass dies durchaus möglich sei, heißt es. Gelöst scheint indessen auch das Problem der späteren Pflege, denn Paul Löser kündigte an, das die Naturschutzbundgruppe Sebnitz, Interesse an der Pflege einer Wildblumenwiese hätte. Ähnliche Projekte werden bereits betreut.

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