merken
PLUS

Wie geht’s weiter fürs Zwergenland?

Die Medinger Kindereinrichtung muss umgebaut werden. Ob die Krippenplätze bleiben, entscheidet der Gemeinderat.

© Thorsten Eckert

Von Nadine Steinmann

Medingen. Eigentlich müsste die Zukunft des Medinger Zwergenlandes im Rahmen der Konzeption für Ottendorfs Kindertagesstätten geregelt werden. Mit der Erstellung eines solchen Konzeptes hat der Gemeinderat die Verwaltung erst im März beauftragt. Dabei sollten alle Kindereinrichtungen der Großgemeinde genau unter die Lupe genommen werden. Doch die baulichen Zustände in der Medinger Kita verlangen schnelles Handeln. Denn sowohl im Küchenbereich als auch im hinteren Sanitärbereich herrschen sehr beengte Platzverhältnisse, die insbesondere den hygienischen Anforderungen nur bedingt entsprechen. Bis Ende Mai fordert die Aufsichtsbehörde deshalb Lösungen.

ELBEPARK Dresden
Der ELBEPARK bietet mehr
Der ELBEPARK bietet mehr

180 Läden, 5.000 kostenlose Parkplätze und zahlreiche Freizeitangebote sorgen für stressfreies und vergnügtes Einkaufen im ELBEPARK. Jetzt Angebote entdecken.

Eine Lösung parat hatte bereits Hauptamtsleiter Udo Rößler. Er spielte mit dem Gedanken, die vorhandenen Krippenplätze in Medingen zu streichen und die Kleinsten der Ortschaft künftig im Waldkindergarten unterzubringen. Allerdings sorgte diese Idee bei den Medingern für wenig Begeisterung. Und auch die Gemeinderäte fühlten sich übergangen. Eine solch wichtige Entscheidung müsse einfach über den Tisch der ehrenamtlichen Politiker gehen. Und genau dieser Forderung kommt die Gemeindeverwaltung nun nach. Am Montag, den 9. April, steht die Zukunft des Zwergenlandes auf der Tagesordnung des Gemeinderates.

Verschiedene Varianten untersucht

Damit die Gemeinderäte aber keine übereilte, sondern eine nachhaltige und sinnvolle Entscheidung treffen können, hat ein Dresdner Architekturbüro verschiedene Varianten untersucht, mit denen die beengten Platzverhältnisse endlich beseitigt werden sollen. Die erste Variante beruht auf der Idee des Hauptamtsleiters. Mit der Verkleinerung eines Gruppenraumes um einen Meter, könnte der Sanitärbereich entsprechend vergrößert werden. Alle Richtlinien wären eingehalten. Die zweite Variante beschäftigt sich mit der Idee, die neun Krippenplätze zu behalten. Dabei müssten dem angesprochenen Gruppenraum allerdings zwei Meter seiner Fläche abgezogen werden, um neben den Toiletten für die Kindergartenkinder unter anderem eine Topfbank und einen Wickeltisch einrichten zu können. Allerdings seien nach Angaben des Planungsbüros auch mit dieser Variante alle Richtlinien erfüllt. Auch, wenn der Gruppenraum dann fünf Quadratmeter kleiner ist, als in der ersten Variante.

Die dritte und vierte Variante verlangen starke bauliche Veränderungen. So wurde unter anderem mit dem Gedanken gespielt, einen Anbau zu realisieren. Die vierte Möglichkeit wäre zudem, die bisherige Einrichtung um ein Obergeschoss zu erweitern. Dadurch könnten gleich 40 zusätzliche Plätze für Kindergartenkinder entstehen. Die Kosten dafür, sind im Vergleich zu den ersten beiden Varianten aber natürlich deutlich höher. Etwas mehr als 400 000 Euro müsste Ottendorf auf den Tisch legen. Die anderen Lösungen würden nach ersten Schätzungen zwischen 24 000 und 41 000 Euro kosten.

Die Entscheidung, welche Variante tatsächlich umgesetzt wird, überlässt die Verwaltung nun voll und ganz den ehrenamtlichen Politikern. In der Beschlussvorlage wird keine Lösungsidee präferiert. Wer als interessierter Bürger die Entscheidung mitverfolgen möchte, kann an der öffentlichen Sitzung am Montag wie gewohnt teilnehmen. Start ist 19 Uhr im Ratssaal des Rathauses. Zu Beginn können Fragen an den Bürgermeister gestellt werden. Wer den Termin nicht wahrnehmen kann, hat die Möglichkeit, am 11. April den Ortschaftsrat von Medingen zu besuchen. Dort soll über die geplanten Umbaumaßnahmen informiert werden. Auch hier geht es 19 Uhr im Medinger Vereinshaus los.