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Sebnitz

Wie Hohnstein an mehr Parkplätze kommt

Derzeit werden Grundstücke für neue Stellflächen gesucht. An der Brandstraße wurde die Stadt bereits fündig.

Der Parkplatz Eiche in Hohnstein. Bei bestem Ausflugswetter kommt der schnell an seine Grenzen.
Der Parkplatz Eiche in Hohnstein. Bei bestem Ausflugswetter kommt der schnell an seine Grenzen. © Dirk Zschiedrich

Hohnstein hat ein Parkproblem. Die bestehenden größeren Parkplätze an der Sebnitzer Straße, An der Eiche sowie an der Dresdner Straße und der Max-Jacob-Straße sind in der Saison oft schon vormittags ausgelastet. An Schön-Wetter-Tagen kommt die Burgstadt schnell an ihre Grenzen.

Deshalb hat die Hohnsteiner Stadtverwaltung nach möglichen Flächen geforscht. Vor allem im oberen Stadtgebiet gebe es noch Bedarf an weiteren Parkflächen, sagt Hohnsteins Bürgermeister Daniel Brade (SPD). Um jedoch neue Stellflächen zu schaffen, benötigt die Stadt mehr Freiraum. Dabei gibt es ein Problem. Und das hängt mit der Lage zusammen. 

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Landschaftsschutzgebiet ist Problem

Die Kommune befindet sich im Nationalpark und im Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz. Deshalb gestaltet sich die Ausweisung neuer Parkflächen als problematisch. Ausweglos ist die Situation jedoch nicht. Denn es gibt einen Plan B. Die Stadt hat bereits neue Grundstücke gefunden, die als Parkplatz geeignet wären. „Es gibt an der Brandstraße noch zwei Flächen, die wir im Blick haben, die aber in Privateigentum sind. Wir verhandeln hier aktuell mit dem Eigentümer“, sagt der Bürgermeister. Neue Parkflächen an der Brandstraße würden sowohl die Parkstreifen an der Max-Jacob-Straße als auch den Parkplatz Eiche entlasten.

Auf der Suche nach Flächen wurde man aber offenbar noch weiter fündig. So ist auch ein Areal an der Sachsenbergsiedlung im Gespräch. Die meisten Flächen werden dort landwirtschaftlich genutzt. Die Stadt sieht speziell im Bereich der Kreuzung Sachsenberg-Siedlung/Schandauer Straße eine Chance, einen größeren Parkplatz zu errichten. Aus Sicht der Stadt könnte dieser von Wandertouristen sowie von den Besuchern des nicht weit entfernten Stadtbades genutzt werden. Denn auch am Bad sind die Parkplätze knapp. Dazu kommt, dass genau in diesem Bereich den Touristen ein gut ausgebautes Rad- und Wanderwegenetz angeboten werden kann. Darüber hinaus ist es Ziel der Stadt, dass künftig die Besucher mehr außerhalb der Stadt, aber dennoch in günstiger Lage parken können.

Und da Hohnstein recht übersichtlich ist, dürfte es für Gäste kein Problem sein, ein paar Meter mehr zu laufen, nicht zuletzt auch, um das Städtchen näher kennenzulernen.

Im Gespräch bleibt auch der geplante Parkplatz am Ortseingang von Waitzdorf. Die Idee liegt vonseiten der Stadt Hohnstein schon lange auf Eis und soll nun wieder neu belebt werden. Scheiterten die Pläne vor einiger Zeit am Nationalpark, hat sich dort inzwischen einiges geändert. Die Behörde hatte bereits einen eigenen Vorschlag unterbreitet. Demnach wolle man der Stadt Hohnstein eine landeseigene Fläche zum Bau eines Parkplatzes verpachten. Damit wäre die Stadt rechtlich auf der sicheren Seite. Und vor allem auch die Wanderer, die nach Waitzdorf mit dem Auto anreisen und einen Stellplatz brauchen.

Waitzdorf wieder im Gespräch

Der Parkplatz selbst ist im Ort jedoch nicht unumstritten. Einige Einwohner lehnen das Vorhaben ab, befürchten, ein Parkplatz am Ortseingang würde den Anblick verschandeln. Offenbar kommt jetzt trotzdem wieder Bewegung in das Vorhaben Parken in Waitzdorf. Denn der Parkplatz war auch Thema der jüngsten Ortsbegehung. Im Haushaltsplan für die kommenden Jahre ist für 2020 bereits Geld für Planungsleistungen vorgesehen.

Gebaut wird dann vermutlich erst 2021 und 2022. Dafür hat die Stadt vorsorglich insgesamt 135 000 Euro eingeplant, rechnet aber mit Zuschüssen. Geht der Plan so auf, wäre zumindest das Parkproblem in Waitzdorf einer Lösung nahe.

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