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Döbeln

Wie im Mittelmeer

Die Sonne brennt. Doch es gibt Erfrischung in den Freibäder – noch. In Roßwein misst Badchef Jens Göhler zwischen 24 und 25 Grad Celsius Wassertemperatur.

Einfach mal Abtauchen: Im Freibad Gebersbach genießen Ben und Malte die ersten heißen Sommertage.
Einfach mal Abtauchen: Im Freibad Gebersbach genießen Ben und Malte die ersten heißen Sommertage. © Dietmar Thomas

Region Döbeln. Als Freibad am Rande eines Waldes ist das Roßweiner Wolfstal in den vergangenen Jahren bezüglich der Saisoneröffnung häufig ins Hintertreffen geraten. 2019 war das anders. Weil das Wetter nicht mitspielte, öffnete das wie beispielsweise das Döbelner und Leisniger Freibad ebenso am 1. Juni.

„Mit dem Start sind wir sehr zufrieden“, sagt Badchef Jens Göhler. Am vergangenen Sonnabend zum Beispiel zählte er 450 Besucher. Das ist gut, aber mit den Ferien stehen noch bessere Zeiten bevor. Schulkinder verirren sich im Moment in der Woche ehe selten an den Rand der Stadt – höchstens, wenn der Schwimmwettkampf der Förderschüler oder vor den Ferien noch der Badtag der Oberschüler ansteht.

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Gut angelaufen ist es diesmal ebenso mit der Versorgung. Mit dem Imbissbetreiber hatte die Kommune als Träger des Bades und Vertragspartner gesprochen. „Von den Gästen haben wir eine bessere Resonanz bekommen“, so Göhler. Kritik hatte es wegen der Hygiene am Imbissstand gegeben und weil der nur unregelmäßig geöffnet hatte.

Theresa, Nathali, Jirka und Luzia (v.l.) aus Tschechien sind auf Klassenfahrt und verbringen ihre Zeit nur allzu gern im Döbelner Freibad. 
Theresa, Nathali, Jirka und Luzia (v.l.) aus Tschechien sind auf Klassenfahrt und verbringen ihre Zeit nur allzu gern im Döbelner Freibad.  © Lars Halbauer

Personell sieht es für die Badsaison 2019 gut aus: mit drei Schwimmmeistern, einer Rettungsschwimmerin und bei Bedarf – etwa an den Wochenenden – Unterstützung durch Ehrenamtliche der DRK-Wasserwacht Döbeln-Hainichen.

Genau daher kommt auch die Hilfe für das Freibad in Leisnig. Für das hatte die Kommune noch einen Rettungsschwimmer gesucht, bisher erfolglos. „Daher sind wir mit dieser Übergangslösung und der Hilfe durch die Wasserwacht sehr zufrieden“, sagt Leisnigs Badchef Marko Kählert.

Genauso zufrieden sei er mit dem Saisonstart. Mehr als 600 Gäste strömten an einem heißen Tag in die Einrichtung, die mit Beginn der Schulferien länger – an heißen Tagen dann auch abends – geöffnet ist.

„Wir sind hochzufrieden mit dem Zuspruch und natürlich mit dem Wetter. Genauso kann es weiter gehen“, sagt Silvia Jentzsch, bei den Stadtwerken Döbeln verantwortlich für den Badbetrieb. Am meistbesuchtesten Tag, am 5. Juni, haben sich 880 Besucher in die Fluten des Döbelner Freibades gestürzt. Insgesamt konnten bislang seit Saisonbeginn 5.265 Besucher gezählt werden.

Wie am Mittelmeerstrand können Ben, Aaron und Eric (v.l.) aus Nossen im Roßweiner Waldbad im Sand buddeln. 
Wie am Mittelmeerstrand können Ben, Aaron und Eric (v.l.) aus Nossen im Roßweiner Waldbad im Sand buddeln.  © Lars Halbauer

Mit 16 fest angestellten Mitarbeitern, vom Imbissstand über Schwimmmeister bis zum Saunabetrieb, sei das Bad personell gut ausgestattet. „Das Freibad und auch das Angebot im Imbiss wird wie gewohnt gut angenommen, deshalb wird sich an unserem Angebot auch nichts ändern“, so Silvia Jentzsch. 

Große Veranstaltungen werde es nicht geben, abgesehen vom traditionellen Familientag, der am letzten Juniwochenende geplant ist. „Die Leute kommen hierher, weil sie einfach baden und sich erfrischen wollen“, so die Stadtwerke-Mitarbeiterin.

Bei Temperaturen in der Luft bis an die 30-Grad-Marke und mit etwa 25 Grad im Wasser schlägt auch das Gebersbacher Freibad mit diesem Sommerklima zur Zeit sogar das Mittelmeer rund um die Urlaubsinsel Mallorca. Bis zu 500 Besucher zieht es derzeit täglich in das Familienbad in dem Waldheimer Ortsteil. „Der Mai hatte besuchertechnisch noch etwas verhalten begonnen, aber jetzt im Juni können wir uns überhaupt nicht beklagen“, sagt Lutz Iwan, technischer Leiter des Freibades und einer der Geschäftsführer des Döbelner WelWel.

Rund 4.000 Besucher, so schätzt Iwan, konnten bislang in dieser Saison im Gebersbacher Freibad gezählt werden. Aktuell öffnen sich wochentags ab 12 Uhr mittags die Tore, an den Wochenenden jeweils bereits ab 10 Uhr. „Natürlich hängt der Zuspruch im Moment sehr vom Wetterbericht ab, werden nachmittags Gewitter gemeldet, schreckt das manche Badegäste in der Woche noch ab“, erklärt er. 

Das werde sich aber ändern, sobald die Sommerferien beginnen, weiß er aus Erfahrung zu berichten. „Die Kinder stehen dann schon vormittags 10 Uhr vor dem Tor und wollen den ganzen Tag im Freibad verbringen, die stört dann auch ein kleiner Gewitterguss nicht.“ Er freue sich auf die kommenden Wochen und Monate: „So wie es derzeit aussieht, wird es eine gute Freibadsaison“, so Lutz Iwan.

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