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Wie Kitas um neue Erzieher kämpfen

Das Personal in Krippe, Kita oder Hort ist knapp. Wer frisch von der Ausbildung kommt, hat praktisch die große Auswahl.

Von Constanze Junghanß & Daniela Pfeiffer
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Christine Lorenz leitet die Kita „Samenkorn“ in Görlitz. Zwar sind in ihrer Einrichtung zurzeit alle Stellen besetzt. Trotzdem leiden auch sie und ihr Team unter dem allgemeinen Erziehermangel.
Christine Lorenz leitet die Kita „Samenkorn“ in Görlitz. Zwar sind in ihrer Einrichtung zurzeit alle Stellen besetzt. Trotzdem leiden auch sie und ihr Team unter dem allgemeinen Erziehermangel. © Nikolai Schmidt

Mit der Zeitung sprechen und nebenbei 16 Kinder beaufsichtigen? Nein, das ist nicht einfach, eigentlich geht es gar nicht. Aber, wenn es um Erziehermangel geht, muss so viel Zeit dann eben doch mal sein. „Das ist uns ein großes Anliegen“, sagt Christine Lorenz, Leiterin der Kita Samenkorn – eine der drei Kindereinrichtungen der Evangelischen Innenstadtgemeinde. Das große Glück sei einerseits, dass aktuell im „Samenkorn“ alle Stellen besetzt sind. Und das mit einem stabilen Langzeitteam, einer „hartgesottenen Gemeinschaft“, wie Frau Lorenz es mit zwinkerndem Auge formuliert. Aber andererseits kann auch hier auf der Johannes-Wüsten-Straße ganz schnell mal die Situation kommen, dass jemand kurzfristig ausfällt. Dann ist guter Rat teuer, denn Erzieher gibt es nicht wie Sand am Meer. Und in den evangelischen Kitas der Stadt wird eben auch Wert auf christlichen Hintergrund gelegt. „Noch leisten wir uns diesen Luxus, denn christlichen Glauben kann man Kindern nur vermitteln, wenn man ihn selbst im Herzen trägt“, sagt Frau Lorenz. Daher helfe man sich bei der Erziehersuche auch innerhalb des Kirchenkreises weiter, kontaktiere ehemalige Praktikanten, die einen guten Eindruck hinterlassen haben.

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