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Dresden

Wie kommt Peter am besten zur Arbeit?

Um den Weg von Zuhause ins Büro zu meistern, setzt ein Dresdner auf 20 verschiedene Fortbewegungsmittel – ohne dabei allein im Auto zu fahren. 

Mit seiner Aktion will Peter Steinbach sich nicht als Umweltaktivist beweisen, sondern den Weg zum Job besser nutzen.
Mit seiner Aktion will Peter Steinbach sich nicht als Umweltaktivist beweisen, sondern den Weg zum Job besser nutzen. © Katrin Boes/MPI-CBG

Die Kamera hat Schüttelfrost, und Peter Steinbach kommt ins Schwitzen. An Tag 5 seiner Commute-Challenge, einem selbst auferlegten Arbeitsweg-Test, hat er sich morgens vor seiner Haustür in Briesnitz auf ein Handbike geschwungen und ist losgeradelt. Rund elf Kilometer liegen vor ihm. Sein Ziel: Das Max-Planck-Institut auf der Pfotenhauer Straße 108. Dort arbeitet der 37-jährige Familienvater.

Üblicherweise nimmt er das Rad zur Arbeit. Aber vielleicht gibt es ja eine noch viel bessere Fortbewegungsart? Eine, die noch mehr Spaß macht, noch gesünder, noch umweltfreundlicher ist? Doch nicht allein diese Aspekte spielen für Peter Steinbach eine Rolle. „Der Arbeitsweg ist ein wichtiger Teil unseres Lebens“, sagt er. Die Zeit, die man dafür braucht, sollte jeder so sinnvoll wie möglich nutzen.

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Dass zumindest in Dresden das Handbike nicht die beste Variante ist, weiß Peter seit seinem Ritt über Kopfsteinpflaster und Buckelpisten vorbei an Baustellen, die ihn auf die Fahrbahn zwingen. „Abgesehen von meiner Challenge ist mir klar geworden, was es für Rollstuhlfahrer heißt, durch die Stadt zu fahren.“ Selbst gut trainierte Armmuskeln kommen da an ihre Grenzen. Auch Inliner hat er ausprobiert. Die musste er streckenweise ausziehen und laufen, weil es keine passenden Wege gibt. Sicher und bequem kam Peter Steinbach per Bahn ans Ziel und wünschte sich von den Dresdner Verkehrsbetrieben W-Lan. So könnte er die Zeit gut für den Job verwenden, und die Stadt bräuchte künftig eher weniger als mehr Sendemasten.

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Dem Handbike gab Peter eine zweite Chance, nun aber mit elektrischer Unterstützung. „Das hat schon Gaudi gemacht“, sagt er, „Ich habe sogar etliche Radfahrer hinter mir gelassen.“ Nach allen Gesichtspunkten der cleverste Arbeitsweg war bisher der, der keiner ist. „No Commute“, hieß es an Tag 2. Da blieb Peter Steinbach zu Hause und arbeitete vom heimischen Schreibtisch aus. Homeoffice verbraucht halt keine Pendelwegezeit, ist aber auf Dauer etwas einsam.

Schon bald rollt Peter per Longboard zum Job. Welche Ideen er noch hat, das lässt sich täglich auf Twitter verfolgen.