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Bischofswerda

So nutzt der Butterberg-Wirt die Corona-Zwangspause

Gerade bricht das wichtige Ostergeschäft weg, doch der Chef auf Bischofswerdas Hausberg bleibt Optimist - und gibt Handwerkern Arbeit.

Normalerweise würden zu Ostern viele Gäste auf dem Butterberg in Bischofswerda einkehren. Doch wegen der Corona-Krise dürfen dieser Tage nur Handwerker wie und Robert Dietrich (links) und Rico Förster ins Haus.
Normalerweise würden zu Ostern viele Gäste auf dem Butterberg in Bischofswerda einkehren. Doch wegen der Corona-Krise dürfen dieser Tage nur Handwerker wie und Robert Dietrich (links) und Rico Förster ins Haus. © SZ/Uwe Soeder

Bischofswerda. Die Katzensteine, eine Felsengruppe am Butterberg, haben jetzt  eine Granit-Optik. Die neu gestaltete Wand gehört zur Terrasse des Berggasthofes, die den Namen der Gipfelklippen trägt. Sie wurde in den vergangenen Tagen grundlegend renoviert, berichtet Geschäftsführerin Heidi John.  Das Parkett wurde überarbeitet, die Wände neu gestrichen, die strukturierte Wand neu gestaltet. 

Im Saal sind die Renovierungsarbeiten an Parkett und Wänden ebenfalls abgeschlossen. Auch im Gastraum wird gemalert, ebenso in der Küche und den Toiletten. Die Handwerker, vorwiegend aus Bischofswerda, waren schon bestellt, ehe an die Einschränkungen in Folge der Corona-Krise zu denken war. Denn den März nutzen die Johns gewöhnlich für Renovierungen. Bedingt durch die aktuelle Lage, fallen die Arbeiten in diesem Jahr aber wesentlich größer aus als sonst.  

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Inhaber hofft auf staatliche Unterstützung

Der Butterberg ist Bischofswerdas Ausflugsziel Nummer eins. Die  wegen der Corona-Pandemie verfügte Schließung kommt zu einer denkbar schlechten Zeit. "Wir kommen aus einer schwachen Jahreszeit. Januar, Februar gehören zu den umsatzschwächsten Monaten, noch dazu in einem Winter ohne Schnee", sagt Karl-Heinz John, Inhaber des Berggasthofes.

Jetzt brechen Einnahmen in Größenordnungen weg. Veranstaltungen müssen abgesagt werden,  Reservierungen für Hochzeiten und andere Feiern werden storniert. "Wir sind mit unseren Gästen im Gespräch, um Feiern, wo es möglich ist, aufs zweite Halbjahr zu verschieben."  Auch das Ostergeschäft fällt diemal aus. In normalen Jahren kommen laut Aussagen des Wirtspaars übers Osterwochenende mehrere tausend Gäste aus ganz Ostsachsen auf Schiebocks Hausberg.  

Betroffen von der Schließung sind auch die 23 Mitarbeiter. Ein Großteil von ihnen wurde auf Kurzarbeit Null gesetzt,  einige sind vorübergehend hilfsweise in anderen Branchen tätig. Der Berggasthof nutzt das von der Bundesregierung aufgelegte Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Der Antrag wurde bereits bewilligt.

Nun hofft Karl-Heinz John darauf, dass die sächsische Staatsregierung ihr Programm "Sachsen hilft sofort" auch auf Firmen erweitert, die mehr als zehn Beschäftigte haben. Mit diesem Programm sollen Unternehmen unterstützt werden,  Liquiditätsengpässe zu überstehen. "Wir sind auf staatliche Hilfen angewiesen, weil wir aufgrund staatlicher Auflagen schließen müssen",  begründet Karl-Heinz John seine Sicht, die er mit vielen anderen Unternehmern teilt.

Fest zum Doppeljubiläum wird weiter vorbereitet

Dabei sollte 2020 für den Butterberg ein Festjahr werden. Denn es gibt zwei Gründe zum Feiern. Der Berggasthof besteht 160 Jahre. Und in diesem Jahr werden es 20 Jahre,  dass Karl-Heinz John und sein Sohn Steffen den Gasthof von der Stadt Bischofswerda gekauft haben. Das Gebäude befand sich damals in einem maroden Zustand.  In nur einem Jahr wurde der Berggasthof komplett neu aufgebaut und in den Folgejahren erweitert. Nur der Aussichtsturm und die Fassade zum Hof hin blieben stehen.  

Aus Anlass des doppelten Jubiläums ist  vom 5. bis 7. Juli ein Festwochenende geplant. Karl-Heinz John, von Haus aus Optimist und ein Typ, der viel bewegt, möchte gern an diesem Termin fürs Fest auf dem Berg festhalten. "Wir hoffen, dass wir bis dahin wieder geöffnet haben", sagt er. 

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