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Wie man sich vor den Legionellen schützen kann

Legionellen vermehren sich am besten in stehenden Gewässern bei Temperaturen zwischen 20 und 55°C. Gefährlich werden sie, wenn das verseuchte Wasser eingeatmet wird und tief in die Lunge gelangt. Für Menschen mit intaktem Immunsystem besteht in der Regel keine Gefahr.

Legionellen vermehren sich am besten in stehenden Gewässern bei Temperaturen zwischen 20 und 55°C. Gefährlich werden sie, wenn das verseuchte Wasser eingeatmet wird und tief in die Lunge gelangt.

Für Menschen mit intaktem Immunsystem besteht in der Regel keine Gefahr. Senioren, Raucher oder Diabetiker gehören hingegen zu den Risikogruppen. Experten gehen davon aus, dass sich in Deutschland pro Jahr bis zu 20 000 Menschen infizieren. Offiziell festgestellt werden jedoch lediglich 700 bis 800 Fälle. Sieben bis neun Prozent der Fälle enden tödlich.

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Ist die Erkrankung, die sogenannte Legionellose oder Legionärskrankheit, erkannt, wird sie meistens mit einem Antibiotikum behandelt. Je eher die Behandlung beginnt und je fitter die Patienten sind, desto wahrscheinlicher ist eine vollständige Genesung. Es sei schwer zu sagen, ab welcher Legionellen-Menge eine ernst zu nehmende Gefahr für die Gesundheit besteht. „Das kann bei 10 000 KbE sein, aber auch schon bei 6000 KbE“, sagt er.

Mieter und Hauseigentümer können die Legionellen-Gefahr in ihrem Trinkwasser abschätzen. Am Wasserhahn sollte das Warmwasser mindestens 55 Grad Celsius heiß sein. Das Kaltwasser sollte eine Temperatur von maximal 25 °C haben. Das Wasser, das aus der Warmwasseranlage kommt, sollte mindestens 60°C heiß sein. Zudem können Mieter und Hauseigentümer überprüfen, ob alle Wasserleitungen gleichmäßig heiß sind.

Wasser, das über längere Zeit in der Leitung gestanden hat, ist höher belastet. Es wird empfohlen, nach längerer Nicht-Nutzung (ab 2 bis 3 Tage) die ersten Liter möglichst ablaufen zu lassen. Auch eine regelmäßige Reinigung von Duschköpfen ist hilfreich, da sich dort Legionellen ansiedeln können. (SZ)