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Wie Neugersdorf einen neuen Hort bekommt

Der Standort für den Neubau steht fest, der Zeitplan auch. Bis zum Baustart muss aber noch einiges geklärt werden.

Von Romy Kühr

Dass Neugersdorf einen neuen Hort braucht, ist schon lange klar gewesen. Nun steht nicht nur der Standort fest, sondern auch der Bauablauf-Plan in groben Zügen. Immer mehr Eltern melden ihre Sprösslinge zur Nachmittagsbetreuung in der Einrichtung an. Knapp 80 Prozent der Schüler aus der Fichte-Grundschule gehen auch in den Hort. Geplant hat die Stadt nur mit 40 Prozent. Hinzu kommen die geburtenstarken Jahrgänge, die jetzt in den nächsten Jahren in die Schule kommen. Zwar ist der Hort eine sogenannte freiwillige Aufgabe der Kommune, also kein Angebot, das die Stadt zwangsläufig unterhalten muss. Dennoch will die Stadt das Betreuungsangebot aufrechterhalten. Bis zur Lösung des Platz-Problems im Hort hatte es mehrere Vorschläge, viele Diskussionen und auch Aufregung gegeben. Mit dem jetzt gewählten Standort sind nun alle zufrieden.

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Wo

wird der neue Hort

nun gebaut?

Der Neubau soll an der Stelle der alten Baracke entstehen, in der jetzt der Hort untergebracht ist. Sie wird stattdessen abgerissen. Der bisherige Flachbau und später das neue Gebäude befinden sich auf dem eingezäunten Schulgelände der Fichte-Grundschule. Die Kinder werden also weiterhin nach Schulschluss einen kurzen und sicheren Weg von der Grundschule zum Hort haben.

Wann

geht es los

mit den Bauarbeiten?

Baubeginn soll im Mai 2015 sein. Das sagte jetzt Matthias Lachmann, der Bauamtsleiter der Stadt, als er das geplante Hort-Projekt dem Stadtrat vorstellte. Bis dahin hat die Stadt noch etliche vorbereitende Arbeiten zu erledigen. Bis September dieses Jahres sollen laut Matthias Lachmann sämtliche Genehmigungen für den Hortneubau vorliegen. Im Herbst will die Stadt dann mit den Ausschreibungen für die ersten Arbeiten beginnen, sodass Firmen sich bewerben können. Bis Dezember 2014 soll außerdem die konkrete Ablaufplanung stehen. Auch über die tatsächlichen Kosten will die Stadt dann Klarheit haben. Im Januar 2015 wird der Altbau dann abgerissen und die Fläche beräumt. Nach einem Jahr Bauzeit soll laut Plan der Neubau im Mai 2016 fertiggestellt sein. „Das setzt voraus, dass alles reibungslos läuft“, so Matthias Lachmann.

Was

kostet

das Bau-Projekt?

Die Stadt rechnet mit Gesamtkosten für den Neubau in Höhe von knapp 2,2 Millionen Euro. Das ist bislang eine Schätzung, da zurzeit noch keine konkreten Angebote der Baugewerke vorliegen und auch die Brandschutzprüfung noch aussteht. Die Stadt rechnet aber damit, dass sie Fördermittel bekommt. Bei einem Gespräch vor Kurzem bei der Sächsischen Aufbaubank seien der Kommune bereits Zuschüsse in Aussicht gestellt worden, berichtet Matthias Lachmann vom Ebersbach-Neugersdorfer Bauamt.

Wo

werden die Kinder während der Bauzeit betreut?

Als Übergangslösung werden Container aufgestellt, so wie schon im vorigen Jahr bei der Sanierung des DRK-Kindergartens im Ortsteil Ebersbach. Zusätzlich werden Räume in der Schule nach Schulschluss für die Nachmittagsbetreuung genutzt. Dazu muss die Stadt noch ein konkretes Konzept vorlegen, wie sie die Zimmer für die Übergangszeit nutzen will. Das Jugendamt muss dann prüfen, ob das so funktioniert. Im Container soll in jedem Fall ein großer Speiseraum für alle Hortkinder untergebracht werden sowie ein zweiter Raum für die Nachmittagsbetreuung, berichtet Bauamtsleiter Lachmann. Genutzt werden Container mit einer Größe von drei mal sechs Metern, die flexibel zusammengestellt werden können. Die Kosten für den Übergangsbau bekommt die Stadt allerdings nicht bezuschusst, sondern muss sie komplett selbst tragen. Das war auch schon beim Containerbau während der Sanierungsarbeiten am Ebersbacher Kindergarten so gewesen. Für die Containerlösung in Neugersdorf sind jetzt 110 000 Euro veranschlagt. „Mit dieser Summe müssen wir auskommen“, so Matthias Lachmann.

Welche

Standort-Vorschläge sind abgewählt worden?

Diskutiert wurden mehrere Vorschläge für den Standort eines neuen Hort-Gebäudes. Der Ausbau des alten Flachbaus kam aber nicht infrage. Stattdessen ein Vorschlag, einen Neubau auf einer nahe gelegenen Wiesenfläche an der Dr.-Robert-Koch-Straße zu errichten. Das sahen viele Eltern und auch Hort-Erzieher kritisch. Die Kinder hätten bei dieser Variante einen kurzen Fußmarsch von der Schule zum Hort zurücklegen müssen. Am umstrittensten war jedoch der Vorschlag, das neue Hortgebäude im Schillerpark neben der Schule zu errichten. Für den Bau hätte dort der alte Baumbestand gefällt werden müssen. Nicht gebaut wird im Schillerpark aber aus einem anderen Grund: Der Lärmpegel an der nahen Hauptstraße ist laut deutscher Gesetzeslage zu hoch für eine Kindereinrichtung. Das hatten Messungen ergeben.