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Wie Rosen trinken und Rüsselkäfer zu Riesen werden

Zum Tag der Umwelthatten sich die Stadtwerke Görlitz in diesem Jahreinen kompetentenPartner ins Boot geholt.

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Von Susan Ehrlich

Kann es losgehen?“ Paul aus der 4 c der Nikolaischule kann es kaum erwarten. Auch seine Klassenkameraden Michelle, Jennifer, Melanie, Jenny und der andere Paul warten unruhig auf den Startschuss. Mit ihnen haben sich gestern rund 140 Schulkinder im Görlitzer Naturkundemuseum eingefunden, das in diesem Jahr Partner der Stadtwerke am Tag der Umwelt war.

Nach kurzer Begrüßung geht es ein paar Minuten nach 9 Uhr tatsächlich los. An acht Stationen können die Kinder aus der Nikolai- und der Königshufener Grundschule, aus dem Förderschulzentrum und dem Kinderhaus „Sonnenschein“ ihr Wissen testen und erweitern.

Gleich im Erdgeschoss geht es um Strom. Stadtwerke-Mitarbeiter Andreas Eckhardt will von den Kindern wissen, was Strom denn außer Licht noch alles machen kann. Auch ein einfacher Stromkreis wird erklärt. Im Keller dürfen die Kinder Vivariumsleiter Thomas Lübcke über die Schulter schauen, als er die Smaragdwarane füttert. Zunge und Schwanz der Tiere sollen sie dabei genau beobachten, damit sie die Fragen auf ihrem zuvor ausgeteilten Quiz-Bogen richtig beantworten können. Ebenfalls im Keller befindet sich das Rasterelektronenmikroskop. Jasmin aus der Königshufener Grundschule darf als eine der Ersten einen winzigen Rüsselkäfer zum Riesen werden lassen.

In der ersten Etage erzählt Geologe Jörg Büchner aus Sicht eines Basaltsteines aus der Zeit, als die Landeskrone noch ein Vulkan war. Und Museumspädagogin Petra Ansorge stellt das Wasserleitsystem einer Rose näher vor. „Das ist fast so wie beim Wasserleitungsnetz der Stadtwerke“, stellt sie ungeahnte Verbindungen her. Um Wasser geht es auch bei Heike Schmidt, die in der Regenwaldabteilung Experimente mit der Wasserbox vorstellt.

15 Mikroskope im Seminarraum des Museums gewähren dagegen Einblicke ins Reich der Wassertiere, und in der Wasserwerkstatt wird erforscht, ob eine Münze auf dem Wasser schwimmen kann.

„Ich staune, wie still es doch im Hause ist“, freut sich Museumssprecher Christian Düker über die große Aufmerksamkeit der Schüler, von denen jeder mit einer Jahreskarte fürs Naturkundemuseum belohnt wird. Der Raum, in dem sonst Sonderausstellungen zu sehen sind, ist zum Speisesaal geworden. Würtchen, Brot und Getränke gibt es für alle zum Mittagessen.

Dem Tag der Umwelt vorausgegangen war ein internationaler Veolia-Schülerwettbewerb. Zur Veolia Water Deutschland GmbH gehört auch die Stadtwerke Görlitz AG. Diese rief Görlitzer Schulen und Einrichtungen auf, unter dem Motto „Umweltband rund um die Welt“ Fähnchen zum Thema Umweltschutz zu malen. Zwar habe keine der Görlitzer Fahnen beim Bundesausscheid einen Preis gewonnen, aber es seien dennoch gelungene Arbeiten darunter, lobte Stadtwerkesprecherin Eveline Walkstein. Mit der Idee, den Tag im Naturkundemuseum zu gestalten, „wollten wir einmal etwas Neues, Besonderes ausprobieren“, sagt sie.

Das Quiz zum Umwelttag haben gewonnen: 1. Preis – Josefine Kedzierski, Kl. 3 a, Nikolaischule (Familienjahreskarte Tierpark), 2. Preis – Josephine Bilz, 3 b, Königshufen (Familienjahreskarte Naturkundemuseum), 3. Preis – Franz Schulze, Kl. 4, Sprachheilschule (Kinogutschein).