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Wie sag ich’s meinem Kinde?

über Schul-Kurse zu sexueller Gewalt

Matthias Weigel

Eltern wollen für ihr Kind in der Regel nur das Beste. Dazu gehört natürlich auch, dass es möglichst behütet aufwachsen soll – Feen und Feuerwehr statt Angst und Gewalt. Ein Kurs über sexuelle Belästigung und körperliche Gewalt? Das passt doch nicht in die heile Welt!

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Gerade, weil diese Welt da draußen nicht so friedlich und unbekümmert daherkommt, wie man gerne tut, ist so ein Kurs wichtig. Einer, der die kleinen, zerbrechlichen Seelen nicht erschreckt. Sondern einer, der behutsam und spielerisch auf das ernste Thema aufmerksam macht. Konfrontiert werden sie damit sowieso. Keiner will das, sicher – und dennoch passiert es, irgendwann irgendwie. Die Medien und Statistiken sind voll davon – im krassen Gegensatz zum Tabu, was das Thema vielerorts darstellt und Menschen im Ernstfall hilflos zurücklässt.

Mit dem Kurs aber bleiben die Kinder nicht allein. Ihre Beobachtungen und Erfahrungen werden im Nachgespräch aufgegriffen und reflektiert – so, dass die Kleinen nicht Schaden nehmen, sondern für den richtigen Umgang mit dem Thema sensibilisiert sind. Der Mut und das Engagement, so ein Projekt an den Schulen durchzuziehen, ist daher nur zu begrüßen. Es unterstützt Eltern, es ihren Kindern richtig und schonend beizubringen. Es ersetzt jedoch nicht ein häusliches Umfeld, wo Kinder für ihre Probleme und Fragen offene Ohren finden.