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Wie Niesky sein Waldbad auf Vordermann bringt

In den nächsten Wochen wird noch kräftig investiert. Ob Besucher kommen dürfen, ist aber nicht sicher.

Ehe Kinder wieder so entspannt in die Fluten springen können, wird es wahrscheinlich noch eine Zeit dauern. Im Nieskyer Waldbad bereitet man trotzdem gewissenhaft die neue Saison vor.
Ehe Kinder wieder so entspannt in die Fluten springen können, wird es wahrscheinlich noch eine Zeit dauern. Im Nieskyer Waldbad bereitet man trotzdem gewissenhaft die neue Saison vor. ©  Archiv/André Schulze

Der Nieskyer Freizeitkomplex mit Eisstadion und Waldbad durchlebt aktuell unsichere Zeiten. Wie in vielen anderen Bereichen, ist auch hier das Corona-Virus der Grund. Doch auch wenn sich vielleicht erst später im Jahr Gäste in die Fluten stürzen dürfen - die Vorbereitung auf die neue Saison läuft im Freibad schon jetzt auf vollen Touren.

Corona-Virus sorgt für Ende der Eislaufsaison

Erst ein paar Tage ist es her, da war das Eisstadion noch Besuchermagnet. Mitte März jedoch funkte das Corona-Virus dazwischen. Am 16. März war Schluss mit lustig, ab sofort hatte das Thema Schlittschuhlaufen ausgedient. "Wegen der dann geltenden Einschränkungen mussten wir ziemlich abrupt schließen", erinnert sich Sabine Michler von den Stadtwerken, die das Objekt im Auftrag der Stadt betreiben.

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Doch schon bis dahin tummelten sich fast so viele Eisläufer, Tornado-Besucher, Eisstock-Schützen, Familien und Kindergruppen wie im ersten Quartal der Vorsaison. 2019 wurden von Januar bis März 22.603 Gäste im Eisstadion gezählt, in diesem Jahr waren es mit 22.593 fast ebenso viele, nur dass der halbe März dabei fehlte.

50.000 Liter Wasser werden abgepumpt

Insgesamt aber gab es in der Wintersaison 2019/20 noch ein deutlich besseres Ergebnis: 43.742 Besucher passierten die Einganspforte, in der Saison zuvor waren es nur 40.784. "Wir hatten zwar bis zum 31. März geplant, sind aber mit dem Resultat trotzdem zufrieden", freut sich die Stadtwerke-Sprecherin. Die Eismaschine habe man noch am selben Tag gestoppt und stattdessen die Pumpen angestellt, die in den Folgetagen rund 50.000 Liter Wasser ablaufen ließen.

40.000 Euro wird in neue Technik investiert

Nun also steht die Badesaison im Freizeitkomplex Niesky vor der Tür. Obwohl noch nicht klar ist, wie, wann und ob überhaupt geöffnet wird, bereiten die Stadtwerke die kommenden Monate schon intensiv vor. Neben den üblichen Pflegearbeiten wird erneut richtig investiert.

Denn die Durchschreitebecken sind in die Jahre gekommen. Eins davon wurde bereits vor zwei Jahren erneuert. Zwei weitere sind in diesem Jahr dran. Mehr als 40.000 Euro kostet das. Statt der Fliesenauskleidung werden Edelstahlbecken eingesetzt - das ist langlebiger und weniger pflegeintensiv.

Besucher sollen 65.000 Euro in die Kasse spülen

Eigentlich sollte die Badesaison zu Pfingsten beginnen. "Wir müssen halt abwarten, wie sich die Corona-Lage in den nächsten Wochen entwickelt", blickt Sabine Michler voraus. Zwar sei der Badebetrieb sowieso ein Zuschussgeschäft, die Eintrittsgelder aber würden natürlich fehlen, fiele die Saison teilweise oder komplett ins Wasser.

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Im vergangenen Jahr tummelten sich auf den Liegewiesen und in den Fluten exakt 33.602 Gäste, im Jahr zuvor waren es sogar 39.253. Abgeleitet aus diesen Zahlen hat Stadtkämmerer Steffen Kluske für dieses Jahr 65.000 Euro als Planzahl angesetzt, die von den Besuchern zum Betrieb des Freibades beigesteuert werden sollen. Wie hoch der Betrag tatsächlich wird, weiß im Moment niemand.

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