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Wie stark ist der Start-up-Standort Dresden?

In der Johannstadt eröffnet ein neuer Coworking Space. Wie Gründer und Stadt die Lage für Start-ups in Dresden einschätzen.

Die Gründer Richard Hohme (28), Simon Schulz (33), und ihr Innovationsmanager Marwin Gaube (28), freuen sich auf das gemeinsame Arbeiten im Coworking Space Dreizehn:37.
Die Gründer Richard Hohme (28), Simon Schulz (33), und ihr Innovationsmanager Marwin Gaube (28), freuen sich auf das gemeinsame Arbeiten im Coworking Space Dreizehn:37. © René Meinig

Dresden. Der Coworking Space Dreizehn:37 soll ein Ort sein, an dem Menschen zusammenkommen und Innovatives schaffen. Das ist die Vision von drei jungen Unternehmern. Richard Hohme, Simon Schulz und Matthias Steyer haben gemeinsam die Magnacum Beteiligungsgesellschaft gegründet und sich mit dem eigenen Coworking Space einen lange gehegten Traum erfüllt. Ihre Firma investiert in Start-ups und unterstützt diese auch mit ihrer Expertise. 

Die Magnacum Beteiligungsgesellschaft ist bereits an mehreren Gründungen beteiligt. Zur Eröffnung des Büros sind viele der Mitarbeiter gekommen. "Die Grundintention war, einen Ort zu haben, an dem wir alle zusammenziehen können, um Synergie-Effekte zu fördern", so Richard Hohme.

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Gründer: "Ich traue dem Standort ganz viel zu."

Das neue Büro befindet sich in einer Villa im Norden der Johannstadt und ist modern eingerichtet. Insgesamt sind noch sieben Arbeitsplätze im Coworking Space verfügbar. Diese können für 200 Euro monatsweise angemietet werden. "Dreizehn:37 soll eine Brutstätte für Ideen sein. Deshalb ist uns wichtig, dass nicht nur der Arbeitsplatz vermietet wird, sondern, dass auch eine Interaktion entsteht. Dass man sagt, man isst mal gemeinsam zu Mittag oder organisiert gemeinsam eine Veranstaltung", so der 28-jährige Unternehmer. 

Hohme hält Dresden für einen attraktiven Ort, um ein Start-up zu gründen. "Ich traue dem Standort ganz viel zu. Dresden ist anziehend für junge Leute." Allerdings gibt es seiner Meinung nach noch Verbesserungsbedarf. "Wir haben auf dem Weg festgestellt, dass es viele kleine Lager gibt, die noch nicht so recht miteinander harmonisieren."

Stadt will innovative Start-ups unterstützen

Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung , ist zur Eröffnung von Dreizehn:37 gekommen, um sich mit den Gründern auszutauschen. Er erklärt, dass die Stadt ein großes Interesse daran hat, dass weiterhin innovative Unternehmen in Dresden gegründet werden. 

Dafür werde bereits eine Menge getan. "Wir betreiben eigene Technologie- und Gründer-Zentren, um Start-ups, die in der Anfangsphase noch nicht so viel Geld haben, preisgünstige Mieten anzubieten. Diese sind derzeit ausgelastet. Wir freuen uns über die große Nachfrage. Unabhängige Orte wie Dreizehn:37 sind dazu eine perfekte Ergänzung."

Außerdem hilft die Stadt Gründern auch finanziell. "Wir versuchen auch Geburtshelfer für die Ideen zu sein. Häufig braucht man eben auch einen Demonstrator. Es muss ein bisschen was geforscht, ein bisschen was gebaut werden, damit man was sehen kann. Das kostet Geld", sagt Franke. "Deshalb haben wir eine halbe Millionen Euro als Innovationsfördergeld. Drauf kann man sich mit seiner Projektidee bewerben. Mit dem Zuschuss können wir dann fünf Projekte mit rund 100.000 Euro fördern."

Internationale Unternehmen nach Dresden locken

An internationalen Start-ups hat Dresden ebenfalls Interesse. Franke: "Die Frage ist auch, wie man Start-ups nach Dresden ziehen kann. Dafür haben wir uns in einer strategischen Kooperation mit Volkswagen das Thema Mobilitätsinkubator auf die Fahne geschrieben. Durch VW werden viele Gründerteams angezogen, die dann mit einem kleinen Taschengeld ihr Produkt in der Volkswagenwelt entwickeln. Die Stadt bezahlt den Gründern die Unterkunft. Es waren schon Start-ups aus Deutschland, Frankreich und Israel in Dresden.“

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Dreizehn:37 erhält keine Förderung. Die Gründer freuen sich aber über das Interesse von Seiten der Stadt. 

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