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Wie steht es um Großenhains Grundwasser?

"Wir haben Probleme", sagt Bürgermeister Tilo Hönicke. Der Klimawandel erfordert, dass die Stadtverwaltung reagiert.

Wenn OB Mißbach doch, wie hier beim Bauernmarkt, Grundwasser einfach aus dem Schwamm pressen könnte.
Wenn OB Mißbach doch, wie hier beim Bauernmarkt, Grundwasser einfach aus dem Schwamm pressen könnte. © Anne Hübschmann

Großenhain. Er dachte, fürs Grundwasser habe Großenhain einen guten Stand erreicht, so Bürgermeister Tilo Hönicke jetzt im Technischen Ausschuss. Doch eine neue Analyse der zuständigen Mitarbeiterin belehrte ihn eines Besseren. "Laut dem letzten Wochenbericht des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) befinden sich die Grundwasserstände aufgrund der anhaltenden geringen Niederschläge weiterhin deutlich unter den mehrjährigen Monatsmittelwerten", heißt es darin. 

Am 18. Mai beispielsweise unterschritten circa 89 Prozent der ausgewerteten 161 Messstellen den monatstypischen Grundwasserstand um durchschnittlich einen halben Meter. "In den nächsten Tagen und Wochen ist weiter mit leicht fallenden Grundwasserständen zu rechnen'", sagte Mitarbeiterin Bärbel Mittelstädt am 20. Mai voraus. Im Stadtgebiet von Großenhain betreibt das LfULG mehrere  Grundwasser-Beobachtungspegel.

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Die zeigen aber unterschiedliche Situationen. In Colmnitz beispielsweise liegen die Werte deutlich unter dem langjährigen Mittel. In Walda weicht der Grundwasserstand nicht so stark vom Mittelwert ab. "Hier merkt man deutlich den Einfluss der Großen Röder, der zu stärkeren Schwankungen führt", wird geschlussfolgert.   

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Für Tilo Hönicke sind das deutliche Auswirkungen des Klimawandels. Auch macht ihm hoher Nitratgehalt im Grundwasser Sorgen. "Wir werden uns als Verwaltung dem Thema annehmen müssen", sagte er den Stadträten. Bald wird dazu eine Diskussionsgrundlage vorliegen. 

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