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Wie steht's um Riesas Baugebiete?

Brauereigelände, Kuffenhaus, Oelsitz: An mehreren Stellen in Riesa soll neues Bauland entstehen. Bei einigen Projekten soll es bald merklich vorangehen.

Was an der Segouer Straße (oben) schon läuft, soll bald auch an der Pausitzer Straße (l.) und in Oelsitz (r.) passieren: die Erschließung von Eigenheimstandorten.
Was an der Segouer Straße (oben) schon läuft, soll bald auch an der Pausitzer Straße (l.) und in Oelsitz (r.) passieren: die Erschließung von Eigenheimstandorten. © Fotos: Sebastian Schultz/Montage: SZ

Riesa. Attraktive Bauplätze zu bieten – das gilt vielen Städten und Gemeinden als wichtig, um beispielsweise junge Familien anzuziehen. In Riesa wird derzeit an der Segouer Straße ein neues Eigenheimgebiet erschlossen. An weiteren Stellen sind ähnliche Projekte geplant. Wie von den jeweiligen Verantwortlichen zu erfahren ist, soll es bei einigen Vorhaben bald sichtbare Fortschritte geben. Ein Überblick.

Segouer Straße (Ehemaliger Wohnblockstandort)

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Drei Dutzend Eigenheimbauplätze erschließt die städtische Wohnungsgesellschaft (WGR) seit März an der Segouer Straße in Weida. Bis Oktober soll die Erschließung fertig sein, sagt WGR-Geschäftsführer Roland Ledwa. Von den 36 Bauplätzen sind nach seinen Worten drei notariell veräußert. Zwölf weitere seien verbindlich reserviert; Termine für den Abschluss der Kaufverträge vereinbart. Mit dem Bau mancher Häuser könnte es noch im Herbst losgehen: „Soweit uns bekannt ist, wollen erste Grundstücksbesitzer bereits in diesem Jahr mit der Errichtung eines Einfamilienhauses beginnen“, so WGR-Chef Ledwa.

Pausitzer Straße Ecke Am Kuffenhaus(Ehemals Getränke-Boden)

Sechs Bauplätze soll es an der Pausitzer Straße Ecke Am Kuffenhaus geben: drei für Eigenheime, drei für größere Mehrfamilienwohnhäuser. Seit dem Abriss 2018 der alten Gebäude auf dem Gelände hat sich allerdings wenig getan. Das soll sich ändern, macht Benno Reusch von der Firma Immosuch deutlich, die sich um die Vermarktung des Geländes kümmert. Es seien nur noch einige vertragliche Vereinbarungen mit der Stadt und Medienträgern zu treffen, dann könne mit der Erschließung – dem Bau einer kleinen Privatstraße vom Kuffenhaus plus Medienverlegung – gestartet werden. „Die Ausschreibung ist erledigt, der Tiefbauer steht bereit“, so Reusch. Binnen sechs Wochen soll die Erschließung erledigt sein. Sehnsüchtig erwartet werde das von den zwei Interessenten für die drei Eigenheimgrundstücke. Dabei handle es sich um Familien aus Riesa. Wenn erst gebaut wird, werde sich auch für das dritte Eigenheimgrundstück noch jemand finden, hofft Benno Reusch. Auch für die drei großen Wohnhäuser, die an der Pausitzer Straße entstehen können, werde man verstärkt nach Bauwilligen suchen, sobald die Erschließungsstraße da ist.

Ortsmitte Oelsitz (Ehemals BäWo-Caravaning)

Auf dem ehemaligen Firmengelände von BäWo-Caravaning (heute an der Lommatzscher Straße ansässig) sollen vier Eigenheime entstehen. Das Vorhaben ist laut Noch-Grundstückseigentümer Klaus-Dieter Bäger schon seit drei Jahren geplant. Alles sei wesentlich bürokratischer abgelaufen, als er angenommen habe. Er hoffe jetzt, dass die städtischen Gremien im September die nötigen Beschlüsse fällen, damit aus dem Gelände schnell Wohnbauland werden kann. Wenn die Räte zustimmen, könne es noch im September mit der Erschließung losgehen. Ende Oktober soll die fertig sein. Dann können die Grundstücke auch verkauft werden. Reserviert seien die vier Parzellen schon seit längerem für junge Familien aus Riesa, sagt der Noch-Eigentümer. Diese würden die Beschlüsse der Stadt herbeisehnen, schließlich gehe es für sie um viel Geld – denn das Baukindergeld gibt es nur noch, wenn bis Ende dieses Jahres auch die Baugenehmigungen für die neuen Wohnhäuser erteilt sind.

Wohnsiedlung Altriesa (Ehemaliges Brauereigelände)

Ein etwas anderes Konzept als beim typischen Eigenheimstandort verfolgen die Macher des Wohnbaustandorts auf dem alten Brauereigelände in Altriesa. Knapp 30 Häuser sollen dort einmal eine Wohnsiedlung mit Clubcharakter ergeben. Nach dem Abriss alter Gebäude auf dem Areal und Vorstellung der Pläne im vergangenen Jahr war es um das Projekt etwas stiller geworden. Doch auch hier soll es bald weitergehen, sagt Gunnar Thies, der als Investor mit seiner Firma hinter dem Projekt steht. Zunächst brauche es aber noch positive Stadtratsentscheidungen. Danach müssten noch einmal Gutachten zu Bodenverhältnissen und Entwässerung öffentlich ausgelegt werden. Im Oktober, so hofft Thies, soll dann der abschließende Stadtratsbeschluss kommen, nach dem die Erschließung des Gebietes gestartet werden kann. „Aus unserer Sicht kann es sofort losgehen, wir haben alles vorbereitet und teilweise auch schon Firmen dafür“, so der Investor. Für September plant Thies gemeinsam mit der Volksbank die Eröffnung eines Büros am Rathausplatz, gegenüber vom Kaffee Starke. Dort sollen sich Interessenten über die geplante Wohnsiedlung informieren und ihr individuelles Haus planen können.

Otto-Lilienthal-Straße Weida (Ehemaliger Sportplatz) 

Ein neues Wohngebiet in Weida wollen drei Grundstückseigentümer auf dem ehemaligen Sportplatz an der Otto-Lilienthal-Straße schaffen. Bis zu zwei Mehrfamilienhäuser und sechs Einfamilienhäuser sehen aktuelle Pläne vor. Dazu braucht es zunächst Baurecht. Der Stadtrat hat kürzlich das Verfahren für den Bebauungsplan angestoßen. Zwar soll es beschleunigt ablaufen. Trotzdem dürfte es noch Monate dauern, bis das Baurecht da ist und eine Erschließung beginnen kann.

Ehemaliger Sportplatz am Bürgergarten und andere

Weitere potenzielle Flächen für Wohnbebauung sieht Riesas Flächennutzungsplan noch an anderen Stellen vor. Etwa auf dem alten Sportplatz hinterm Bürgergarten. Auf einem Anzeigenportal im Internet steht die Fläche für mehr als 400.000 Euro zum Verkauf. Die Preisvorstellung 40 Euro je Quadratmeter schreckt aber nach SZ-Informationen Interessenten ab. Denn um das Areal in rund ein Dutzend Eigenheimparzellen zu verwandeln, müsse in jeden Quadratmeter noch einmal 40 Euro in Planung und Erschließung investiert werden. Das sei Interessenten aber angesichts der in Riesa erzielbaren Grundstückspreise zu riskant, so ein Insider.

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