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Wie viel Förderung brauchen die Dippser Vereine?

Für Sport, Jugendarbeit und Weiteres soll es auch künftig Zuschüsse geben. Andere kommen auf den Prüfstand.

Von Regine Schlesinger

Vereine sind das Salz in der Suppe eine Gemeinde. In Dippoldiswalde ist sie ziemlich gut gewürzt. Knapp 200 Vereine sind in Dippoldiswalde und Schmiedeberg registriert. Dazu gehören Kleingartenvereine ebenso wie Sportvereine, Chöre, Schulfördervereine oder Jugendklubs. Geht man davon aus, dass jeder Verein im Schnitt mindestens 15 Mitglieder hat – wobei es bei Sportvereinen meist deutlich mehr sind – würden mindestens 3000 Dippoldiswalder einem Verein angehören.

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Ein großer Teil der Vereine wird von der Stadt auf die eine oder andere Weise gefördert. Das hat auch die ehemalige Gemeinde Schmiedeberg so gehandhabt. Mit der Eingliederung von Schmiedeberg zu Jahresbeginn kommt auf die Stadt die Aufgabe zu, bei dieser Förderung künftig nach einer einheitlichen Linie zu verfahren.

Auf Vorschlag der Stadtverwaltung soll deshalb für die Benutzung der Sportstätten im Stadtgebiet eine Kalkulation erarbeitet werden, um auf dieser Basis einheitliche Entgelte festlegen zu können. In Dippoldiswalde gelten Ermäßigungen beim Kinder-, Jugend- und Behindertensport. Je höher in einem Sportverein der Anteil an Kindern und Jugendlichen ist, desto stärker kann er von den Ermäßigungen profitieren, die für die Nutzung von Sportstätten gelten. Das wird laut Oberbürgermeister Ralf Kerndt (Freie Wähler) bislang in Schmiedeberg ähnlich gehandhabt.

Neben den Sportvereinen werden auch die Jugendklubs und -gruppen besonders gefördert. Das betrifft vor allem Miet-, Betriebs- und Sachkosten für die Einrichtungen, die von den Jugendlichen genutzt werden. Kommunale Räumlichkeiten vermietet die Stadt zu Preisen von 90 Cent bis 1,90 je Quadratmeter. Wer die Miete nicht aufbringen kann, darf sie durch Eigenleistungen am Jugendklub auch abarbeiten.

Über diese Förderung hinaus haben Vereine auch die Möglichkeit, noch gesonderte Anträge auf Zuschüsse bei der Stadt zu stellen. Für 2014 hat die CDU-Fraktion des Stadtrates beantragt, den Verein Pro Jugend mit 1 000 Euro zu unterstützen. Der in Dipps ansässige Verein leistet mobile Jugendarbeit in den Jugendklubs und stellt Aktionen sowie Veranstaltungen auf die Beine. Dazu gehört seit Jahren immer im Frühjahr die Workshop-Woche „crea(k)tiv grenzenlos“ in der Dippoldiswalder Oberschule. Ein weiterer Antrag über 6 400 Euro Zuschuss kommt von Schmiedeberger Vereinen. Auch der Betreuungsverein Freital und Umgebung hat sich bei den Antragstellern eingereiht.

Während bei den Stadträten des Hauptausschusses, der sich in seiner jüngsten Sitzung mit der Vereinsförderung beschäftigte, offenbar Konsens darüber besteht, dass Sport und Jugendarbeit, aber auch weitere Vereine, Ortschaftsräte und Feuerwehr auch in Zukunft finanziell auf verschiedene Weise gefördert werden sollen, werden andere Zuschüsse hinterfragt.

Stadtrat Falk Kühn-Meisegeier (Freie Wähler) sieht eine Ungleichbehandlung zwischen Sportvereinen und dem Dippser Faschingsklub. Erstere müssen für die Nutzung zum Beispiel des Sportparks an die Stadt ein Entgelt entrichten, Letztere dürfen dagegen im ebenfalls städtischen Parksaal kostenlos proben. Der Stadtrat plädierte dafür, genauer hinzuschauen, was wirklich gemeinnützig ist und nur die Vereine finanziell zu unterstützen, die sich nicht aus eigener Kraft tragen können.