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Wie viel Weihnacht braucht Kamenz?

über die neuen Ideender Cityinitiative

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Frank Oehl

Wer etwas für die Belebung der Innenstädte tun will, die dringend ist, braucht Mut. Zum Beispiel Mut zu Experimenten. Insofern hat die City-Initiative Kamenz um Vereinschef Michael Fischer schon mal Courage bewiesen, als sie sich auf eine neue Location für den Weihnachtsmarkt in der Stadt versteifte. Und erst recht taff war sie, das Experiment mit dem Schulplatz noch rechtzeitig abzusagen, weil es nicht in ordentlicher Qualität zu stemmen gewesen wäre. So weit, so richtig.

Nun bleibt also ein Jahr Zeit, das Herangehen an die Vorweihnachtszeit noch mal ganz neu zu überdenken. Die entscheidende Frage wird sein: Wie viel Weihnachtsmarkt braucht Kamenz wirklich? Und wo? Womöglich sollte man es tatsächlich mal mit dem Schulplatz versuchen, allerdings wird es das Ambiente dort ebenfalls schwer haben, mit dem sanierten Malzhaus-Areal standzuhalten. In Sachen Anheimlichkeit hat das Adventsspectaculum Maßstäbe gesetzt, an denen sich alle Alternativen messen lassen müssen. Da braucht es womöglich keine große Tanne, aber etwas anziehende Beleuchtung im Schatten von St. Annen müsste es mindestens geben. Und ein Rahmenprogramm, das überzeugt. Daran kann nun gebastelt werden. Mit Sachverstand – und Mut.