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Wie zwei Schwestern das Hören neu lernen

Implantate machen es möglich, dass selbst taube Menschen Sprache verstehen. Die Technik hat aber nicht nur Befürworter.

Von Steffen Klameth
 7 Min.
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Luise Müller (links) und ihre Schwester Lisanne teilen das gleiche Schicksal: Sie sind hochgradig hörgeschädigt. Mithilfe von Cochlea-Implantaten können sie sich auch per Handy ganz normal unterhalten. Luise studiert in Dresden, Lisanne in Potsdam.
Luise Müller (links) und ihre Schwester Lisanne teilen das gleiche Schicksal: Sie sind hochgradig hörgeschädigt. Mithilfe von Cochlea-Implantaten können sie sich auch per Handy ganz normal unterhalten. Luise studiert in Dresden, Lisanne in Potsdam. © Jürgen Lösel

Hörst du, wie die Grillen zirpen?“, hatte die Mutter immer wieder gefragt, wenn sie mit Luise über die Wiesen spazierte. Nein, die Tochter hörte die Grillen nicht. Sie hatte keinen blassen Schimmer, was das für ein Geräusch sein könnte. Sie trug zwar zwei Hörgeräte, mit denen sie die Worte der Mutter verstehen konnte. Aber die Töne der Natur, das Zwitschern der Vögel, das Pfeifen des Windes, das alles blieb für sie ein großes Mysterium.

Luise Müller ist hörgeschädigt, von Geburt an. Den Eltern blieb das lange verborgen, obwohl ihre Tochter kaum ein Wort über die Lippen brachte. „Die will nicht sprechen“, sagten die Ärzte. Bis ein Hörtest zu einer Diagnose führte: Luise litt beidseitig unter einer mittelgradigen Schwerhörigkeit.

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