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Wieder Ärger mit der beliebten Brücke

SZ-Leser Wolfgang Scholze macht auf Gesperrt-Schilder und Einsturzgefahr zwischen Walda und Zabeltitz aufmerksam. Die Brücke hatten Baudaer 2015 gebaut.

Bürgermeister Tilo Hönicke auf der von Einwohnern 2015 erneuerten Wehrbrücke an der Baudaer Mühle.
Bürgermeister Tilo Hönicke auf der von Einwohnern 2015 erneuerten Wehrbrücke an der Baudaer Mühle. © Anne Hübschmann

Bauda. "Nicht schon wieder", klagt Wanderer und SZ-Leser Wolfgang Scholze aus Großenhain. "Beim letzten Spaziergang vor Ostern mussten wir mit Erschrecken feststellen, dass schon wieder ein `Anschlag` auf den Wanderweg zwischen Walda und Zabeltitz geplant ist", informiert er die Redaktion. Mehrere Schilder würden verkünden: "Brücke gesperrt auf Grund von Einsturzgefahr". Der Metallsteg sei allerdings noch offen gewesen und ein defekter oder veränderter Zustand nicht erkennbar.

Erst von 2012 bis 2015 war der beliebte Röder-Wanderweg (roter Punkt) gesperrt. Die Brücke war damals teilweise abgerissen, es fehlte der Stützpfeiler für den Steg über das Röderwehr vor der Baudaer Mühle. Vor allem durch Initiative Baudaer Bürger war nach langem Hin und Her das fehlende Brückenstück wieder errichtet worden. Im November vor fünf Jahren wurde die Brücke wieder freigegeben. 

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Doch nun könnte sich erneut eine Sperrung und lange andauernde Sackgasse für Spaziergänger und Radfahrer anbahnen, befürchtet der SZ-Leser. Warum  nicht im Interesse der Nutzer des Wanderweges vorerst Schilder "Begehen auf eigene Gefahr" aufgestellt wurden, versteht Wolfgang Scholze nicht. Jedoch wünscht er sich eine Information, sollte der Wanderweg tatsächlich demnächst wegen Bauarbeiten erneut gesperrt werden. 

Auf Nachfrage bei der Stadtverwaltung Großenhain teilt Sprecherin Diana Schulze mit, dass die Wehrschwelle unterhalb der Brücke stark in Mitleidenschaft gezogen ist. Die Brücke ihrerseits steht mit ihrem Mittelfuß auf dieser Wehrschwelle. „Betreten auf eigene Gefahr“-Schilder wäre allenfalls eine heikle Zwischenlösung, heißt es. Sicherheit und damit eine Lösung des Problems sieht die Stadt nur in einem weiteren Neubau. "Einen zeitlichen Rahmen dafür gibt es aktuell nicht", so Diana Schulze. Allerdings sei die Landestalsperrenverwaltung (LTV) grundsätzlich zuständig für das Gewässer, die Große Röder. 

Wieso schon wieder defekt?

Zwar führen die Röderradroute und der Kirchenradweg nicht hier an der Röder entlang, sondern direkt in die Orte Bauda bzw. Zabeltitz. Doch der Wanderweg wird viel genutzt. Und man fährt wohl auch mit dem Fahrrad über die von den Baudaern komplettierte Brücke, auch wenn das nie offiziell war. Denn es hieß, hier müssten die Fahrräder geschoben werden. Der Weg ist allerdings sehr schön und wichtig für die Naherholung. 

Doch unverständlicher ist, dass das Wehr schon wieder defekt sein soll, obwohl es nach dem Hochwasser 2010 eine Akut-Reparatur gab. "Bei der damaligen Maßnahme handelte es sich um eine Notsicherung mit dem Ausblick, dass im Nachgang eine fachgerechte Instandsetzung erfolgt. Zu dieser Instandsetzung läuft derzeit eine Planung", sagt LTV-Sprecherin Patricia Zedel.

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Die Schilder „Betreten verboten“ seien durch die Stadt Großenhain in Abstimmung mit der LTV aufgestellt worden. Auch die LTV geht aktuell von der reellen Gefahr aus, "dass der Wehrkörper in sich zusammenbricht und damit auch den Steg und möglicherweise darauf befindliche Personen in Mitleidenschaft zieht".

Deshalb soll das Wasserwehr in seiner Gesamtheit wieder hergestellt werden. Wann das passiert, ist vorerst nicht bekannt.   

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