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Wieder Hoffnung für Fußweg auf Eschdorfer Straße

Seit einem Brand am benachbarten Handwerkerhof ist der Weg verschlossen. Nun soll der Petitionsausschuss helfen.

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Von Kay Haufe

Schmal und dunkel ist der einzige Fußweg an der Quohrener Straße. Vor allem im oberen Drittel müssen Fußgänger auf die stark befahrene Straße ausweichen, weil der Weg zu eng ist. Gefährlich ist das besonders für Kinder und Jugendliche, die zum Gymnasium Bühlau oder zur Haltestelle des Busses nach Rochwitz laufen. Die haben früher viel lieber den Fußweg der verlängerten Eschdorfer Straße genutzt, der weiter am Bühlauer Reiterhof und an der Kirche vorbei zur Cunewalder Straße führte. Hier gab es weder Verkehr noch Lärm. Doch dieser ist seit Dezember 2011 gesperrt.

Nach dem Brand des Handwerkerhofes auf der Quohrener Straße 52 hat Eigentümer Jan Gössel den Fußweg von beiden Seiten mit Bauzäunen abgeriegelt. Dachten viele Anwohner und Nutzer zunächst, dass dies nur vorübergehend geschieht, hält der Tischlermeister bis heute an der Sperrung fest. „Das ist mein Privatbesitz, und ich muss niemanden durchlassen“, sagt er. Zudem befürchtet Gössel, für Unfälle auf dem Areal haftbar zu sein. Weil der Weg nicht öffentlich gewidmet ist, bleibe er zu, sagte Gössel vor einigen Monaten. Und auch die Stadt wollte bisher nichts unternehmen, um den Status des Weges zu verändern.

Doch das will die Bühlauer Bürgervertretung nicht hinnehmen. Denn die Verbindung ist nicht nur sicherer Schulweg, sondern auch in zahlreichen Wanderkarten der Gegend eingezeichnet. Die Bürgervertretung hat sich mehrfach an das Straßen- und Tiefbauamt gewendet, um die Situation zu klären. Doch ohne Erfolg. Im vergangenen Sommer sind nun genau 859 Unterschriften für die Öffnung des Fußweges gesammelt worden. Diese hat die Bürgervertretung an den Petitionsausschuss der Stadt geschickt. Vor wenigen Tagen gab es von dort „hoffnungsvolle Signale“, wie Adelheid Neupert vom Verein sagt. Der Ausschuss bestätigte, dass er sich sehr ausführlich mit der Thematik befasst und alle erforderlichen Bereiche der Verwaltung dazu einbezogen hat. Am Mittwoch kommender Woche soll eine endgültige Entscheidung dazu getroffen werden.

Aus rechtlicher Sicht kann der Eigentümer des Weges wohl nicht zur Öffnung des Weges gezwungen werden. Aber möglicherweise finden sich im Interesse der vielen Nutzer Möglichkeiten, auch über einen Bebauungsplan, dort eine Lösung zu erzielen. „Es wäre schade, wenn dieser Weg im Grünen, der so vielen Menschen auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule hilft, für immer geschlossen bliebe“, sagt Adelheid Neupert.