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Wieder mehr Sport in der Halle

Ab 6. Juni sind Training und Wettkämpfe wieder in allen Sportstätten möglich. Zuschauer sind allerdings nicht erlaubt.

Die Sporthalle der Oberschule in Waldheim ist eine der wenigen Sportstätten der Region, in der aufgrund anderer Nutzung in der Corona-Krise noch kein Sport wieder getrieben werden kann.
Die Sporthalle der Oberschule in Waldheim ist eine der wenigen Sportstätten der Region, in der aufgrund anderer Nutzung in der Corona-Krise noch kein Sport wieder getrieben werden kann. © Dietmar Thomas

Region Döbeln. Es geht wieder los im Vereinssport. Auch in den Turn- und Sporthallen der Region. Laut Information des Landessportbundes Sachsen werden Training und Wettkämpfe in und auf Sportstätten im Freistaat Sachsen mit Inkrafttreten der neuen Corona-Schutz-Verordnung ab dem 6. Juni für jede Sportart wieder möglich sein. Allerdings müssen Hygienekonzepte erstellt und befolgt werden. Publikum ist weiterhin nicht zugelassen.

„Ich finde es gut, dass die Lage konkreter wird, da diese sich aufgrund der regionalen Situation immer abstrakter gestaltete“, sagte Benjamin Kahlert, Geschäftsführer des Kreissportbundes Mittelsachsen. „Die Regeln werden nun umgestaltet in Sinnhaftigkeit, wobei sich die Sportler der Vereine natürlich an die Maßnahmen halten müssen. Diese werden allerdings nicht mehr so verschärft sein, wie vor einem Monat.“

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 So sei der richtige Weg nicht nur zwischen Landes- und Kreissportbund, mit einer Sprache zu sprechen, was die Wiederaufnahme des Sportes betrifft, sondern auch eine gute Kommunikation zwischen Sportvereinen und Kommunen. „Aber ich glaube, da sind wir auf einem guten Weg“, so Kahlert.

Unter den aktuell geltenden Nutzungsregeln sind in Waldheim die Werner-Melzer-Stadtsporthalle, die Alte Turnhalle der Grundschule und der Mehrzweckraum des JFZ wieder nutzbar. Lediglich die Turnhalle der Oberschule bleibt aufgrund der vorgeschriebenen Regeln als Unterrichts- und Klassenzimmer für den Schulbetrieb erhalten.

 Wie Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) mitteilte, sei bei den Vereinen schriftlich eine Nachfrage nach dem Bedarf an Hallenkapazität erfolgt. Unter anderem hätten sich der Boxsportverein Dynamo Waldheim und der 1. TC Waldheim zurückgemeldet, aber viele andere Vereine nicht. 

Für die Handballer im Erwachsenenbereich sei die Halle, laut Lars Friedrich, Vereinsvorsitzender des VfL Waldheim 54, derzeit kein Thema. Zu Beginn der Vorbereitung würden Laufeinheiten auf dem Trainingsplan stehen. 

Die Nachwuchsmannschaften dagegen würden ab kommender Woche, im Bereich der Möglichkeiten, in den Trainingsbetrieb zurückkehren, wie Vorstandsmitglied Franziska Rühle sagte.

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Langsam wird auch in den Döbelner Sportstätten wieder in den normalen Betrieb eingestiegen. „Wettkampfmäßig wird sich, da die Saison beendet ist, nicht viel abspielen“, sagte Michael Thürer vom Sportamt. Anfragen zum Trainingsbetrieb gebe es, Gerade die Floorballer und Handballer werden wieder anfangen, und auch im Tanzbereich gebe es Anmeldungen.

 „Unter Beachtung des Hygienekonzeptes kann es losgehen, wobei Umkleidekabinen und Duschen, die unserer Meinung nach Hotspots sind, weiter nicht benutzt werden dürfen“, so Michael Thürer, der den Vereinen einen „sehr verantwortungsvollen Umgang“ mit der Situation bescheinigt. 

Zudem sei die sportfreie Zeit genutzt worden, um Sportgerätewartungen und Reparaturen durchzuführen, die sonst nicht möglich gewesen wären. Außerdem sei in der Sporthalle Burgstraße das komplette Parkett saniert worden.

Auch in Leisnig ist es den Vereinen prinzipiell wieder möglich, die Sportstätten zu nutzen. Ausnahme sei, laut Hauptamtsleiterin Silvia Diesmann, die Zimmermann-Sporthalle, die aufgrund von Sanierungsarbeiten noch nicht zur Verfügung steht. „Natürlich kann die Nutzung nur unter Einhaltung der Hygienevorschriften erfolgen. Alle Vereine nehmen die Möglichkeit dazu aber noch nicht wahr“, sagte Silvia Diesmann.

In Hartha sind seit 2. Juni die Hartharena ebenso wie die Turnhalle an der Pestalozzi-Schule wieder für den Trainingsbetrieb der Vereins- und Freizeitsportgruppen geöffnet. Das Betreten der Umkleidekabinen sei nur zum Wechsel der Schuhe erlaubt, die Duschen sind gesperrt. 

Zudem seien eigene Sportgeräte sowie Desinfektionsmittel mitzubringen. „In dieser Woche haben die ersten Sportgruppen die Möglichkeit angenommen, und ab kommender Woche wollen weitere Sportler mit dem Training beginnen“, sagte Günter Roßberg, Leiter des Kultur- und Sportbetriebes.

In normaler Nutzung, gemäß den Corona-Richtlinien, befinden sich die Schulsporthalle und die Vereinsturnhalle in Ostrau. Laut der verantwortlichen Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung, Sandra Winkler, ergeben sich daraus auch keine Probleme.

Ab 1. Juni haben die Sportler des Roßweiner SV von der Stadtverwaltung die Erlaubnis bekommen, auch die Innensportstätten wieder zu nutzen. „Natürlich unter den gegebenen Bedingungen“, sagt Vereinschef Jürgen Krondorf. Alle Handballmannschaften würden das nutzen. 

Es wäre auch Zeit, dass gerade die Nachwuchsspieler wieder unter die Fittiche der Trainer kämen, sagte Krondorf. Auch die Boxer trainieren schon wieder, und kommende Woche wollen die Gymnastikgruppen beginnen. „Die Sportler kommen angezogen in die Halle und gehen nach dem Training wieder“, erklärt Krondorf und sagt, dass das problemlos ablaufe.

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