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Dresden

Wieder neue Hotelbauten für Dresden

Am Hauptbahnhof entsteht das größte Hotel der Stadt. Und weitere Neubauten sind geplant.

So wird der Hotelneubau an der Großenhainer Straße nahe dem Bahnhof Neustadt aussehen.
So wird der Hotelneubau an der Großenhainer Straße nahe dem Bahnhof Neustadt aussehen. © Visualisierung: prasch buken partner architekten p

Dresden wird bei Touristen immer beliebter – zumindest sagt das die Zahl der Übernachtungen in der Landeshauptstadt. So konnte Dresden im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2014 einen Zuwachs von gut vier Prozent verbuchen. Mit mehr als 4,6 Millionen Übernachtungen stellte Dresden 2018 einen neuen Rekord auf. 

Ebenfalls um vier Prozent wuchs die Zahl der Betten in den insgesamt 185 Hotels, Pensionen und Gasthöfen. Mitte 2018 waren es 23.500 Schlafmöglichkeiten, die gut zur Hälfte ausgelastet waren. Dresden liegt damit deutschlandweit im Ranking der Top-10-Hotelstandorte auf Platz vier. Das ergab kürzlich eine Untersuchung des Immobilienanalyse-Unternehmens Dr. Lübke & Kelber GmbH.

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Diese Zahlen locken weitere Investoren in die barocke Elbestadt. Verteilt über das Stadtgebiet sind etliche neue Hotels geplant. In diesem Jahr werden drei Häuser mit 776 Betten eröffnen, bis 2021 kommen noch einmal mehr als 1.000 Betten dazu. Für ein Hotel an der Ringstraße hat die Stadt am 8. Juli die Baugenehmigung erteilt. Geplant ist ein Neubau, in dem neben dem Hotel auch 33 Wohnungen, mehrere Büros und ein Restaurant entstehen sollen. Das Haus, das auf dem Areal direkt neben dem Gewandhaushotel gebaut wird, bietet Platz für mehr als 200 Gäste.

Ein paar Nummern größer wird ein Hotel, das Anfang 2022 am Hauptbahnhof eröffnen soll. Dort lässt Investor Peter Simmel einen 30 Meter langen Gebäuderiegel bauen, in dem die Meininger Gruppe insgesamt 704 Betten anbieten wird. Die 173 Zimmer sind auf vier Etagen verteilt. Meiniger betreibt derzeit 15 Hotels, unter anderem in St. Petersburg, Amsterdam und Brüssel. In Deutschland sind es vier Standorte, darunter auch Leipzig. Fünf weitere kommen dazu, neben Dresden sind Neueröffnungen etwa in Köln und Bremen geplant.

An der Ammonstraße haben die Bauarbeiten für das Simmelprojekt begonnen.
An der Ammonstraße haben die Bauarbeiten für das Simmelprojekt begonnen. © Christian Juppe

Der Übernachtungsrekord konnte jetzt auch ein anderes Hotel-Unternehmen bei seiner Standortentscheidung für Dresden überzeugen. An der Großenhainer Straße bebaut die List Develop Commercial einen Teil des Areals, auf dem sich das Porsche Zentrum befindet. Nun teilt List mit, dass mit der Kette prizeotel der erste große Ankermieter gefunden ist. Marco Nussbaum, Gründer der Kette, bestätigt, dass die steigenden Übernachtungszahlen ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für Dresden waren.

„Der nächste Schritt ist jetzt die Erarbeitung des Bauantrags“, so Michael Garstka, Chef von List Develop Commercial. Im Herbst kommenden Jahres sollen die Bauarbeiten auf dem Grundstück beginnen, 2022 ist die Eröffnung des Hotels geplant. Gestaltet werden die 214 Zimmer vom international bekannten Designer Karim Rashid. Neben den Hotelzimmern sollen in dem Sechsgeschosser auch Appartements entstehen, die für längere Zeit vermietet werden.

Hotels in Dresden vergleichsweise günstig

Bereits im Sommer kommenden Jahres geht ein neues Hotel in der Hafencity an den Start, für das im März dieses Jahres der Grundstein gelegt wurde. Wenn das Haus der österreichischen Arcotel-Gruppe eröffnet, wird es noch von einer Großbaustelle umgeben sein. Der Bauträger USD entwickelt das Areal zwischen Leipziger Straße und Elberadweg für rund 120 Millionen Euro. 28 Millionen Euro investiert USD in die beiden Gebäude, die von der Arcotel-Gruppe gepachtet werden. Insgesamt 180 Zimmer will das Unternehmen vorrangig für Geschäftsreisende anbieten.

Abzuwarten bleibt, wie sich das immer größer werdende Angebot an Hotelzimmern in Dresden auf die Übernachtungspreise auswirkt. Mit einem durchschnittlichen Erlös von 51,90 Euro pro Zimmer liegt die Kettenhotellerie in Dresden auf der vorletzten Position unter den Top-10-Standorten in Deutschland, nur Leipzig ist noch preiswerter. Die Differenz zu Frankfurt auf Platz acht betrug knapp 20 Euro, so das Ergebnis der Analyse von Dr. Lübke & Kelber.

Das Hotel in der Hafencity soll nächsten Sommer eröffnen.
Das Hotel in der Hafencity soll nächsten Sommer eröffnen. © Visualisierung: USD Immobilien GmbH

Die Stadt schätzt das Angebot an Hotels als vielfältig ein, ebenso wie die Gäste, was aus verschiedenen Umfragen hervorgehe. Zum Preisniveau in der Hotelbranche will sich die Verwaltung nicht äußern, sondern verweist stattdessen auf eine aktuelle Erhebung von STR Global, ein Unternehmen mit Hauptsitz in London, das Marktanalysen für große Hotelketten erstellt. Demnach lag der Durchschnittspreis für ein Hotelzimmer in Dresden im April dieses Jahres bei 75,40 Euro.

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Dass in der Landeshauptstadt die Nachfrage nach preiswerten Zimmern groß ist, zeigt das Übernachtungsplus des  A&O-Hotels an der Strehlener Straße in der Nähe des Hauptbahnhofs. Mit 104.000 Übernachtungen konnte das Hostel seinen Umsatz im vergangenen Jahr um gut zehn Prozent steigern. Schon ab zwölf Euro ist eines der 150 Zimmer zu haben, vermietet wird an Familien und größere Gruppen. Das Unternehmen investiert nun 500.000 Euro in die Modernisierung des Dresdner Standortes.